| Arten von Baedern - und wie sie wirken |
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Römische BäderEin römisches Bad setzt sich aus drei Räumen zusammen, in denen unterschiedliche Temperaturen herrschen.
1. Tepidarium. In diesem Raum liegt die Temperatur bei 39°C, was übertragen auf den menschlichen Körper einer Temperatur von leichtem Fieber entspricht.
2. Caldarium. Dieser Raum wird auch als Römische Dampfdusche bezeichnet und die Temperatur in diesem Raum beträgt etwa 40°C.
3. Lanconium. Dieser Raum ist der wärmste Raum und hier herrschen Temperaturen zwischen 50°C und 60°C. Der Gast besucht zunächst die beiden ersten Räume. Danach erfolgt in aller Regel eine wohltuende und entspannende Massage, die mit einem Bad verbunden ist. Anschließend klingt der Besuch des römischen Bades im dritten Raum aus. Römische Bäder erwärmen den Körper langsam und auf eine sanfte Art und Weise. Daher bieten sich römische Bäder bei leichten Erkältungen ebenso an wie zur Entspannung und zur Lockerung der Muskulatur. Ein anderer Grund für die große Beliebtheit von römischen Bädern liegt in der Architektur und der Ausgestaltung der Räume. So fühlt sich der Gast einerseits wie in das alte Rom zurückversetzt, andererseits stellt sich während des Aufenthaltes ein Gefühl von Urlaub ein. Im alten Rom dienten die öffentlichen Bäder nicht nur als Ort für die Reinigung, die regelrecht zelebriert wurde, sondern waren immer auch ein zentraler Treffpunkt.
Türkische BäderDas türkische Bad, das Hamam genannt wird, ist ein wichtiger Bestandteil der gesamten islamischen Badekultur. Insofern gibt es das Hamam sowohl im arabischen als auch im persischen Kulturkreis. Der Name Hamam oder türkisches Bad steht dabei allerdings nicht nur für das Bad selbst, das eine Art Dampfbad mit reinigender Massage ist, sondern auch für die Räumlichkeiten. In aller Regel handelt es sich beim türkischen Bad um einen mit Marmor ausgelegten Raum, in dessen Mitte sich eine Liegefläche befindet. An den Wänden sind Waschbecken angebracht, die kaltes und warmes Wasser enthalten. Der Gast übergießt sich während seines Aufenthaltes in dem Hamam entweder in regelmäßigen Abständen selbst mit dem Wasser oder wird von dem Bademeister, der Tellak heißt, übergossen. Während des Bades trägt der Gast ein spezielles Handtuch, das als Pestemal bezeichnet wird und um die Lenden gebunden ist. Nach dem Bad, durch das sich die Hautporen öffnen und so den Körper von innen und von außen von Schmutz und Giftstoffen befreien, erfolgt eine Massage. Diese erfolgt mithilfe eines rauen Handschuhs, der als Kese bezeichnet wird, teilweise werden jedoch auch Bürsten verwendet. Die Massage ist dabei eine Kombination aus Massage, Peeling und Tiefenreinigung. Zum Abschluss findet eine Ruhe- und Entspannungsphase statt. Das türkische Bad regt den Kreislauf und den Stoffwechsel an, wirkt entspannend und trägt zu einer weichen, geschmeidigen und reinen Haut bei. In Einrichtungen in Europa und in großen Hotels wird das Hamam üblicherweise von Frauen und Männern zur gleichen Zeit besucht. In öffentlichen Hamams in islamischen Ländern hingegen gibt es eine strenge Geschlechterteilung, die dadurch umgesetzt wird, dass es entweder separate Räumlichkeiten gibt oder die Räumlichkeiten nur zu bestimmten Zeiten von dem jeweiligen Geschlecht genutzt werden dürfen.
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Thema: Die wichtigsten Arten von Bädern - und wie sie wirken
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