11 beliebte Massage-Techniken, Teil 1

11 beliebte Massage-Techniken, Teil 1

In Thermalbädern und Wellness-Einrichtungen werden meist auch verschiedene Massagen angeboten. Und das hat seinen guten Grund. Denn eine Massage ist eine Wohltat für den Körper und den Geist. Sie wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, löst Verspannungen und hilft dabei, Stress abzubauen. Damit passt die Massage ideal zu der erholsamen Auszeit, die der Besuch einer Therme sein soll.

11 beliebte Massage-Techniken, Teil 1

Nun gibt es aber eine Vielzahl unterschiedlichster Massage-Techniken. Sie gehen teils auf sehr alte Traditionen zurück, stammen aus aller Herren Länder und haben mitunter ganz schön exotische Namen. Da fällt es oft nicht leicht, das Richtige für sich zu finden.

Um die Auswahl ein wenig zu erleichtern, stellen wir in einem zweiteiligen Beitrag elf beliebte Massage-Techniken vor!

  1. Ayurvedische Massage

Eine Ayurvedische Massage basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz. Sie berücksichtigt nicht nur die vorhandenen Beschwerden, sondern bezieht den ganzen Körper ein. Bei der Behandlung arbeitet der Masseur mit einem leicht erwärmten, wohlriechenden Öl. Das Öl soll dabei helfen, den Energiehaushalt des Patienten wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Die Massage möchte sowohl die seelischen als auch die körperlichen Verspannungen lösen. Damit das gelingt, knetet der Masseur den Körper des Patienten sanft durch.

Die Griffe regen den Lymphfluss an und unterstützen den Körper dadurch beim Abtransport von Giftstoffen. Ein schöner Nebeneffekt des Öls ist, dass es die Haut glatt, weich und geschmeidig macht. Nach der Massage folgt eine Ruhephase.

  1. Dorn-Breuss-Massage

Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte ein Landwirt die Dorn-Breuss-Massage. Seiner Ansicht nach war ein massiver Bewegungsmangel die Ursache für einen Großteil aller Beschwerden. Außerdem ging er davon aus, dass sehr viele Menschen mit einem Schiefstand des Beckens und verschobenen Wirbeln zu kämpfen haben.

An diesen Punkten setzt die Massage-Technik an. Um den Becken-Schiefstand zu beheben, zieht der Masseur behutsam an den Beinen des Patienten. Er muss mitarbeiten und sich so bewegen, wie es der Masseur ansagt.

Die verschobenen Wirbel sollen durch leichten Druck in ihre eigentliche Position zurückgebracht werden. Die Dorn-Breuss-Massage soll aber nicht nur Rückenbeschwerden lindern, sondern auch bei Erkrankungen der Lunge und der Bronchien helfen.

  1. Hot Stone Massage

Worum es bei der Hot Stone Massage geht, verrät bereits der Name. Das wichtigste Element sind nämlich warme Steine, die der Masseur entlang der Wirbelsäule auflegt.

Während der Patient entspannt auf dem Bauch liegt, können die Steine ihre Wirkung entfalten. Vor allem die Wärme trägt dazu bei, dass sich Verspannungen im Rückenbereich lockern.

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Der Masseur unterstützt die Massage, indem er mit sanftem Druck knetet. Insgesamt halten sich die Berührungen aber in Grenzen. Denn die eigentliche Arbeit erledigen die heißen Steine.

  1. Klangschalenmassage

Die Klangschalenmassage ist eine uralte Technik und stammt aus dem Fernen Osten. Die wohltuende Wirkung ergibt sich in erster Linie aus der tiefen Entspannung, die der Patient erlebt. Im Unterschied zu vielen anderen Massage-Techniken ist es bei der Klangschalenmassage nicht notwendig, sich auszuziehen.

Für die Massage legt sich der Patient entweder auf den Bauch oder auf den Rücken. Anschließend stellt der Masseur eine kleine Messingschale auf oder direkt neben den Körper des Patienten.

Mit einem Schlägel schlägt er dann behutsam den Schalenrand an. Dadurch versetzt er die Wände der Klangschale in Schwingung und diese Schwingungen übertragen sich, ähnlich wie sanfte Vibrationen, auf den Körper.

  1. Klassische Massage

Die hierzulande am weitesten verbreitete, klassische Massage ist eine Behandlung, die aus dem Bereich der Medizin und Krankengymnastik stammt. Das Ziel ist, verspannte Muskeln zu lockern. Vor allem die Nacken- und Schulterpartie sowie die Rückenmuskulatur stehen dabei im Mittelpunkt.

Mit geschulten Handgriffen knetet der Masseur die betroffenen Stellen solange durch, bis die Muskeln gelöst und wieder weich sind. Während der Behandlung kann das Massieren zwar mitunter etwas schmerzhaft sein.

Das gilt vor allem dann, wenn der Masseur eine stark verspannte Stelle bearbeitet. Doch nach der Massage fühlt sich so mancher Patient wie neu geboren und kann sich endlich wieder richtig bewegen. Je nach Krankheitsbild übernimmt übrigens die Krankenversicherung die Kosten für die Behandlung.

  1. Lomi Lomi Nui Massage

Ein exotischer Vertreter unter den Massage-Techniken ist die Lomi Lomi Nui Massage, die ursprünglich aus Hawaii kommt. Genau genommen, ist die Massage aber weniger eine reine Massage, sondern vielmehr eine ganzheitliche Heilmethode. Trotzdem wird der Körper bei der Behandlung ordentlich durchgeknetet.

Der Masseur bearbeitet den Körper des Patienten in fließenden Bewegungen und setzt dafür sowohl seine Hände als auch seine Ellenbogen ein.

Begonnen wird üblicherweise am Rücken, später geht der Masseur zum Brustkorb, Bauch und den Beinen über. Unterstützt wird die Behandlung, die Verspannungen löst, durch den Einsatz von reinem Kokosöl. So werden die Sinne angeregt und nebenbei die Haut gepflegt.

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Armin Seckmann, 41 Jahre, Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, 38 Jahre, Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, 37 Jahre, Wellness Beraterin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheit.

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