5 Fragen zu Leitungswasser als Trinkwasser

5 Fragen zu Leitungswasser als Trinkwasser

Damit Leitungswasser ohne Bedenken getrunken werden kann, darf es weder Krankheitserreger noch Schadstoffe enthalten. Deshalb wird das Grundwasser und das Wasser aus zum Beispiel Talsperren oder Flüssen im Wasserwerk durch verschiedene Verfahren aufbereitet. Denn Wasser nimmt verschiedene Stoffe aus dem Boden auf.

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5 Fragen zu Leitungswasser als Trinkwasser

Dazu gehören Mineralien und Kohlensäure, aber auch Sand, Algen, Holzpartikel, Schwermetalle, Bakterien oder Rückstände aus Arzneimitteln und der Landwirtschaft. Bei der Aufbereitung werden die unerwünschten Stoffe aus dem Wasser beseitigt, um es trinkbar zu machen.

Obwohl die Wasserqualität in Deutschland gut ist und streng kontrolliert wird, gibt es mitunter Bedenken, ob das Leitungswasser wirklich bedenkenlos getrunken werden kann.

Wir beantworten fünf Fragen zum Thema und erklären, warum es sogar sinnvoll ist, Leitungswasser als Trinkwasser zu nutzen:

  1. Wie wird die Qualität des Leitungswassers in Deutschland sichergestellt?

In Deutschland regelt die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) die Qualität von Leitungswasser. Die Verordnung legt die Beschaffenheit des Wassers für den Gebrauch durch Menschen, die Aufbereitung, die Überwachung und die Pflichten der Wasserversorger fest.

Außerdem enthält die Verordnung die Grenzwerte für Stoffe wie zum Beispiel Blei, Nitrat, Uran und Kupfer. Dabei sind die Grenzwerte so niedrig angesetzt, dass keinerlei Gefahr besteht.

Bis zur heimischen Wasseruhr sind die Trinkwasserversorger für die Überwachung des Leitungswassers zuständig. Sie geben Informationen über die Wasserqualität an die örtlichen Gesundheitsämter weiter, die wiederum dafür sorgen, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

Ab der Wasseruhr sind die Hauseigentümer für die Qualität des Leitungswassers verantwortlich.

Die TrinkwV macht strenge Vorgaben, die permanent überwacht werden. Große Versorger sind sogar dazu verpflichtet, das Trinkwasser mehrmals pro Tag zu kontrollieren. Das Bundesumweltamt bestätigt, dass die gesetzlichen Vorgaben zu über 99 Prozent eingehalten werden.

Gleichzeitig bescheinigt es dem Leitungswasser bundesweit eine gute bis sehr gute Qualität. Sofern im Haus keine alten Bleileitungen vorhanden sind, ist es also bedenkenlos möglich, Leitungswasser zu trinken.

  1. Wie gut eignet sich Leitungswasser als Durstlöscher?

Leitungswasser ist optimal, um den Durst zu stillen. Das kühle Nass erfrischt, ist kostengünstig und enthält keine Kalorien. Der menschliche Körper braucht Wasser, damit die Organe richtig funktionieren.

Schon ein kleiner Mangel kann Beschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung, Schwindel, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder Konzentrationsschwierigkeiten hervorrufen. Wird das Trinken nachgeholt, normalisiert sich der Zustand zügig wieder.

Allerdings ist es nicht möglich, auf Vorrat zu trinken. Denn der Körper kann das Wasser nicht speichern. Aus diesem Grund gilt die grobe Richtlinie, dass jeder mindestens 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken sollte. Eine grobe Empfehlung ist das deshalb, weil der Bedarf auch deutlich höher sein kann.

An sehr heißen Sommertagen oder bei körperlicher Anstrengung zum Beispiel sollte dem Körper weit mehr Wasser zugeführt werden.

Tatsächlich fällt es vielen Leuten aber schwer, auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge zu kommen. Zumal eigentlich schon getrunken werden sollte, bevor sich der Durst meldet.

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Gut ist daher, wenn immer ein Glas Wasser bereitsteht, an dem im Vorbeigehen genippt werden kann. Und für unterwegs kann einfach eine Trinkflasche mit Leitungswasser aufgefüllt werden.

  1. Was sollte vor dem Trinken von Leitungswasser beachtet werden?

Wenn Leitungswasser länger als vier Stunden in den Rohren stand, ist es nicht mehr frisch. Durch die Standzeit in der Leitung könnten sich Keime gebildet und Stoffe aus den Armaturen abgelagert haben.

Wasser, das getrunken oder zum Kochen verwendet werden soll, sollte deshalb so lange laufen, bis es kühl aus dem Hahn fließt. Je nachdem, wie lange der Hahn vorher nicht aufgedreht war, dauert bis zu 30 Sekunden lang.

Das Wasser muss aber nicht sinnlos im Abfluss verschwinden. Stattdessen kann es zum Gießen der Blumen oder zum Putzen verwendet werden.

  1. Was spricht dafür, Leitungswasser als Trinkwasser zu nutzen?

Ein großer Pluspunkt von Leitungswasser als Trinkwasser ist der sehr günstige Preis. Die Wasserpreise sind zwar je nach Region verschieden. Im Schnitt gibt es für 1 Euro aber um die 400 Liter Leitungswasser. Bei Mineralwasser wären es, je nach Marke und Einkaufsort, gerade einmal 0,2 bis 2 Liter.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Leitungswasser nicht in die Wohnung transportiert werden muss. Statt Flaschen oder Kisten zu schleppen, genügt es, den Wasserhahn aufzudrehen. Stauraum beansprucht Trinkwasser aus der Leitung auch nicht.

Hinzu kommt, dass Leitungswasser ohne Verpackung auskommt. Mineralwasser ist in Ein- oder Mehrwegflaschen abgefüllt, die oft sehr lange Transportwege haben und gespült, recycelt oder entsorgt werden müssen.

Leitungswasser fließt direkt aus dem Hahn ins Glas und ist damit das umweltfreundlichste Getränk überhaupt. Es spart Ressourcen, senkt die CO2-Emissionen und trägt damit zum Klimaschutz bei.

  1. Wo kann ein Privathaushalt die Qualität des Leitungswassers untersuchen lassen?

Der örtliche Wasserversorger muss Verbrauchern Informationen zum Leitungswasser zur Verfügung stellen. Deshalb ist es eigentlich nicht notwendig, eine Untersuchung in Auftrag zu geben.

Möchte ein Haushalt trotzdem ganz sicher sein, dass das Leitungswasser daheim wirklich Trinkwasserqualität hat, ist das jeweilige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz der richtige Ansprechpartner. Es kann Auskunft über Labore geben, die seriöse Untersuchungen durchführen.

Wichtig zu wissen ist aber, dass nicht alle Labore Aufträge von Endverbrauchern annehmen. Außerdem können die Kosten recht unterschiedlich sein, sodass sich ein Preisvergleich im Vorfeld empfiehlt.

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Armin Seckmann, - Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, - Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, - Wellness Beraterin, Christian Gülcan - Betreiber und Redakteur dieser Webseite und Murat Gülcan, Wellness- & Spa Fan der in 20 Jahren sämtliche Thermalquellen bereiste, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheitsthemen.

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