Ayur-Yoga – Infos und 5 Übungen

Ayur-Yoga – Infos und 5 Übungen

Stress abbauen, Körper und Seele in Einklang bringen und nebenbei auch noch etwas für die Fitness tun – das verspricht das neue Ayur-Yoga. Dieser Beitrag erklärt, was sich hinter der Methode verbirgt.

Und 5 Übungen zum Ausprobieren gibt’s obendrauf!

Im hektischen und stressigen Alltag ist es gut und wichtig, sich immer wieder kleine Auszeiten zu nehmen und sich Ruheinseln zu schaffen. Eine beliebte Möglichkeit dabei ist der Besuch einer Therme. Hier kann der Besucher abschalten, entspannen und seine Energieakkus aufladen.

Das warme Thermalwasser und verschiedene Anwendungen sind gleichzeitig eine Wohltat für den Körper, fördern die Gesundheit und können Beschwerden lindern.

Gerade im Zusammenhang mit Wellness und dem steigenden Bedarf nach Methoden, die Stress abbauen, entspannen, die Gesundheit unterstützen und die Fitness fördern, werden die klassischen, altbewährten Anwendungen immer wieder durch neue Trends ergänzt. Und ein solcher Trend ist das derzeit angesagte Ayur-Yoga.

 

Was ist Ayur-Yoga?

Ayur-Yoga ist eine neue, moderne Variante vom klassischen Yoga. Der Name lässt sich sinngemäß mit “das Yoga ins Leben integrieren” übersetzen. Das Ayur-Yoga versteht sich nicht als Sportart, bei der es um Leistung geht. Stattdessen steht das Prinzip der angenehmen und wohltuenden Anstrengung im Vordergrund.

Auf sich selbst zu achten, die eigenen Grenzen zu berücksichtigen und somit das Yoga tatsächlich ins eigene Leben zu integrieren, ist also die Grundidee hinter der Methode. Körperliche Einschränkungen, innere Unruhe, eine schlechte Tagesform oder andere Faktoren werden nicht ausgeblendet oder übergangen, sondern die Übungen stattdessen ganz bewusst auf die eigenen Möglichkeiten abgestimmt.

Dies fördert die Selbstwahrnehmung und eine positive Haltung sich selbst gegenüber. Gleichzeitig wird das Ayur-Yoga dadurch zu einer idealen Yoga-Variante für jeden, unabhängig davon, wie alt, fit oder gesund jemand ist. Dabei hat ein regelmäßiges Training gleich mehrere positive Effekte. So wird die körperliche Leistungsfähigkeit gesteigert und die Beweglichkeit, insbesondere im Bereich der Wirbelsäule, erhöht.

Die Haltung verbessert sich und die Atmung wird tiefer. Dies wiederum wirkt sich nicht nur auf den Körper aus, sondern verleiht auch im übertragenen Sinne eine aufrechte Haltung, Kraft, ein inneres Gleichgewicht und Gelassenheit. Außerdem steigert Ayur-Yoga das Konzentrationsvermögen, macht den Kopf frei und hilft dabei, Stress abzubauen und sich zu entspannen.

Ayur-Yoga-Kurse werden in Fitnessstudios und Wellness-Einrichtungen angeboten. Auch in Thermalbädern ist Ayur-Yoga immer häufiger unter den Anwendungen zu finden. Und diejenigen, die Ayur-Yoga gleich ausprobieren möchten, können mit den folgenden fünf Übungen starten.

 

  1. Übung: der Drehsitz

Der Drehsitz dehnt und stärkt die Rumpfmuskulatur. Er lockert den Rücken, fördert die Flexibilität der Brustwirbelsäule und regt die inneren Organe an. Gleichzeitig löst der Drehsitz Blockaden im Kopf und verhilft so zu mehr Kreativität.

Die Übung geht so:

Geübt wird im Sitzen. Das linke Bein wird vor dem Körper abgelegt und so gebeugt, dass die Fußsohle in Richtung Körper zeigt (also ähnlich wie beim Schneidersitz). Das rechte Bein wird über das linke Bein hinweg aufgestellt. Der linke Arm umfasst das rechte Bein, der rechte Arm wird hinter dem Körper auf dem Boden abgelegt.

Bei jedem Einatmen wird die Wirbelsäule nun mehr und mehr aufgerichtet, wobei die Schultern unten bleiben. Bei jedem Ausatmen wird der Oberkörper zusammen mit dem Kopf ein Stück weiter nach rechts gedreht. Die Übung erstreckt sich über vier Atemzüge. Dann wird die Haltung behutsam gelöst und die Übung einmal wiederholt. Anschließend folgt der Seitenwechsel.

 

  1. Übung: der Baum

Der Baum bringt den Körper und den Geist ins Gleichgewicht. Die Haltung verleiht Selbstbewusstsein und Gelassenheit und unterstützt dabei, sich selbst und anderen achtsamer zu begegnen.

Die Übung geht so:

Die Ausgangsposition ist ein fester und aufrechter Stand. Nun wird ausgeamtet, das rechte Bein gebeugt und in Richtung Hüfte angehoben. Dann wird eingeatmet und die Fußsohle des rechten Beins währenddessen sanft an die Innenseite des Standbeins gepresst. Die Knie, die Hüfte und das Becken bleiben dabei gerade. Beim nächsten Ausatmen werden das Standbein und die Wirbelsäule aufgerichtet.

Beim folgenden Einatmen werden beide Arme nach oben genommen, gestreckt und die Handflächen über dem Kopf zusammengeführt. Diese Position wird nun fünf Atemzüge lang gehalten. Wer kann, kann sich währenddessen noch weiter strecken. Die Schultern dürfen dabei aber nicht nach oben gezogen werden. Anschließend wird die Haltung gelöst und die Übung mit dem anderen Bein wiederholt.

 

  1. Übung: der Stuhl

Der Stuhl trainiert die Standfestigkeit, erdet, stärkt den Willen und fördert die Geduld.

Die Übung geht so:

Die Ausgangsposition ist ein aufrechter Stand. Die Beine stehen etwa hüftbreit auseinander, die Knie sind leicht gebeugt. Die Schulterblätter werden sanft nach unten gezogen, die Körpermitte ist fest. Nun wird ausgeamtet. Dabei werden die Knie weiter gebeugt und der Po so nach hinten geschoben, als wolle man sich auf einen Stuhl setzen.

Während der Oberkörper möglichst aufrecht gehalten wird, werden die Arme nach oben genommen, die Finger gestreckt und gespreizt. Das Gewicht verteilt sich gleichmäßig auf beiden Beinen. Wichtig ist, dass die Knie über den Füßen bleiben. Die Schultern sinken nach unten. Bei jedem Einatmen wird der Körper aufgerichtet, bei jedem Ausatmen erfolgt das Hinsetzen auf den gedachten Stuhl. Die Übung wird zehn Atemzüge lang durchgeführt.

 

  1. Übung: das Boot

Das Boot trainiert die Bauchmuskulatur. Gleichzeitig stimuliert die Haltung die Körpermitte und fördert so die Entscheidungsfähigkeit.

Die Übung geht so:

Die Übung erfolgt im Sitzen. Der Bauch ist fest, der Rücken gerade und der Oberkörper wird leicht nach hinten geneigt. Beim Einatmen werden die Beine gebeugt und so angehoben, dass die Unterschenkel parallel zum Boden sind. Gleichzeitig werden beide Arme auf Schulterhöhe angehoben und gerade nach vorne gestreckt. Diese Position wird vier bis sechs Atemzüge lang gehalten.

 

  1. Übung: der Hund

Der Hund entspannt den Rücken und entlastet die Organe. Gleichzeitig unterstützt die Übung eine tiefere Atmung. Außerdem öffnet der Hund den Weg für gedankliche Perspektivwechsel.

Die Übung geht so:

Die Ausgangsposition ist der Vierfüßlerstand. Die Hände und die Füße stehen also auf dem Boden, der Rücken zeigt nach oben. Nun werden die Arme und die Beine soweit gestreckt, dass der Körper ein Dreieck bildet. Die Knie sind dabei leicht gebeugt und die Hüfte zeigt nach unten, während der Po nach oben zieht. Die Arme sind durchgestreckt, der Kopf und die Wirbelsäule bilden eine Linie und das Brustbein weist in Richtung Oberschenkel. Die Pose wird über sechs Atemzüge gehalten.

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