Welche Badehose für den Mann? – Infos und Tipps

Welche Badehose für den Mann? – Infos und Tipps

Einige Thermen sind textilfreie Zonen. In anderen Thermalbändern braucht der männliche Badegast eine Badehose. Doch welche ist die richtige? Hier Infos und Tipps dazu!

Nackte Tatsachen bringen erbarmungslos alles ans Licht. Und dies gilt nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch buchstäblich. Wer im heimischen Badezimmer nackt unter der Dusche steht oder in der Badewanne liegt, macht sich über seinen Körper wahrscheinlich keine allzu großen Gedanken.

Doch wenn es darum geht, sich halbnackt in einem öffentlichen Bad zu bewegen, macht sich doch ein gewisses Unbehagen breit. Denn zum einen ist es doch eher ungewohnt, sich derart freizügig vor Fremden zu zeigen. Und zum anderen sieht sich wohl niemand gerne den mitunter abfälligen Blicken auf Speckröllchen und Bierbauch ausgesetzt.

Frauen fangen deshalb schon lange vor dem nächsten Schwimmbadbesuch oder Strandurlaub damit an, an ihrer Bikini-Figur zu arbeiten. Da werden dann verschiedenste Diäten ausprobiert und die Sportsachen hervorgekramt. Außerdem beginnt die Suche nach dem perfekten Bade-Outfit, das nicht nur modisch ist und den derzeitigen Trends folgt, sondern auch die Problemzonen kaschiert und die Vorzüge optimal in Szene setzt.

Männer gehen die ganze Sache deutlich entspannter an: Wenn die Badehose noch passt, wird sie angezogen. Dass die Badehose vielleicht schon seit Ende der 1980er-Jahre in der Schublade liegt, spielt dabei ebenso wenig eine Rolle, wie dass sich der inzwischen etwas gewachsene Wohlstandsbauch leicht unvorteilhaft über den Hosenbund schiebt.

Natürlich kann auch die tollste Bademode keinen wohlgeformten Adonis-Körper herbeizaubern. Aber darum geht es auch gar nicht. Es reicht völlig, wenn sich der Mann für eine Badehose entscheidet, in der er buchstäblich eine gute Figur macht. Doch welche Arten von Badehosen gibt es überhaupt? Und wem steht was?

Hier Infos und Tipps als Antwort auf die Frage:
Welche Badehose für den Mann?

Speedo, Panty, Trunks & Co.

Verschiedenste Schnitte, unterschiedlichste Designs, alle nur erdenklichen Farben und Muster: Die Auswahl an Bademode für Ihn ist riesig. Insgesamt werden die verschiedenen Badehosen aber in einige grundlegende Arten eingeteilt.

  • Speedo: Die Speedo ist geschnitten wie ein klassischer Herrenslip. Sie betont die Figur, hat einen hohen Beinausschnitt und sitzt meist lässig auf der Hüfte. In den Bund ist oft ein Tunnel eingearbeitet und durch das Bändchen kann die Bundweite etwas reguliert werden. Die Speedo gibt es einfarbig oder wild gemustert, knapper oder großzügiger geschnitten. Getragen wird die Speedo von Männern aller Altersklassen. Angesagt war die Speedo vor allem in den 1980er- und 1990er-Jahren, wirklich weg war der Badeslip aber nie. Und wenn Mann sich damit wohlfühlt, macht er mit diesem Klassiker eigentlich nicht viel verkehrt.

 

  • Panty: Die Panty ist eine eng anliegende Badehose. Sie sitzt oft etwas höher als die Speedo, bedeckt den gesamten Po und hat einen kurzen Beinansatz. Sie bietet einen hohen Tragekomfort und macht jede Bewegung mit. Allerdings zeichnet sich unter der knackig engen Badehose alles ab, was Mann hat. Hinzu kommt, dass die Panty weder Speckröllchen noch einen ausgeprägten Bierbauch verzeiht. Insgesamt ist diese Form der Badehose deshalb am besten für Männer mit einem athletischen Körper geeignet.

 

  • Trunks: Trunks sind Badeshorts mit einem lässig weiten Schnitt. Sie reichen bis zur Mitte des Oberschenkels. Enger oder weiter geschnitten, mit Bündchen, mit Taschen oder ohne, einfarbig oder bunt gemustert sind Trunks echte Allrounder unter den Badehosen. Sie stehen eigentlich jedem Mann und können mit jeder Figur und in jeder Altersklasse gut getragen werden.

 

  • Surfershorts: Surfershorts sind ebenfalls lässig weit geschnitten, gehen im Unterschied zu den Trunks aber bis zu den Knien. Meistens sind sie schön bunt gemustert oder in auffälligen Farben gehalten. Schließlich stammen die langen Badeshorts aus der Surferszene, die für ihre gute Sommer-Sonnen-Laune bekannt ist. Surfershorts eignen sich in erster Linie für große Männer mit langen Beinen, denn sie stauchen optisch. Zudem sind sie jüngeren Männern vorbehalten. Ein Senior in Surfershorts wirkt doch etwas seltsam.

 

  • Mankini: Der Mankini ist das Pendant zum Monokini der Frau. Doch was beim weiblichen Geschlecht durchaus modisch und gut aussehen kann, wirkt beim männlichen Geschlecht nur albern. Im Prinzip erinnert der Mankini an einen viel zu knappen Tanga mit Hosenträgern. Auf einer Poolparty mag der Mankini ein lustiger Gag sein. Im öffentlichen Bad hat er aber nichts zu suchen.

Ein grundsätzlicher Tipp

Unabhängig von allen Modetrends gilt: Bei der Auswahl seiner Badehose sollte er die eigene Figur im Blick haben. Eine knackig enge Badehose rückt die vielleicht nicht ganz perfekte Figur nun einmal in ein eher ungünstigstes Licht. Doch mindestens genauso wichtig ist, dass er sich in seiner Badehose wohlfühlt. Wenn er schon seit Jahren eine Speedo trägt und sich mit Trunks nicht wirklich anfreunden kann, dann ist das eben so.

Trägt er seine Speedo stolz und selbstbewusst, strahlt er mehr Sexappeal aus als in einer topmodischen und für seine Figur vorteilhafteren Badehose, in der er sich aber unwohl fühlt. Wichtig ist allerdings, die Badehose in der richtigen Größe zu wählen. Denn die Badehose sollte alles sicher verpacken und auch bei Bewegung dort halten, wo es hingehört.

 

Achtung Kleiderordnung!

Wenn es in ein Thermalbad oder eine Therme gehen soll, ist es ratsam, zuvor einen Blick auf die Kleiderordnung zu werfen. Einige Thermen sind textilfreie Zonen. Hier muss die Badehose also ohnehin zu Hause bleiben. In anderen Thermen tragen die Badegäste zumindest im Badebereich Bademode, in den Ruhezonen kuscheln sie sich gerne in große Badetücher oder ihre Bademäntel.

In vielen Thermalbädern sind lange Badeshorts aber inzwischen verboten. Hintergrund hierzu ist der höhere Verbrauch an Wasser und Energie. Denn die langen Badehosen speichern mehr Wasser und wenn der Badegast das Becken verlässt, nimmt er unnötig viel Wasser mit hinaus. Deshalb ist der Badegast hier mit einer knapperen Badehose lieber gesehen.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Armin Seckmann, 41 Jahre, Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, 38 Jahre, Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, 37 Jahre, Wellness Beraterin schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheit.

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