DIY: Salbe, Fußbad und Körperöl

DIY: Salbe, Fußbad und Körperöl

 

Stress und Hektik, kleinere Verletzungen, entzündete Hautstellen, verspannte Muskeln oder schmerzende Glieder:

Der Alltag fordert mitunter seinen Tribut. Der Besuch einer Therme und die wohltuenden Anwendungen in einem Thermalbad können dann wie ein Kurzurlaub wirken, den Körper stärken und die Energiereserven wieder aufladen.

Aber nicht jeder hat eine solche Einrichtung bei sich um die Ecke. Zudem lassen die Zeit und das Budget nicht immer einen Thermenbesuch zu. Schnelle Abhilfe für zwischendurch lässt sich allerdings auch zu Hause erreichen.

 

Hier sind drei Rezepte für eine Salbe, ein Fußbad und ein Körperöl zum Selbermachen:

 

DIY: eine Salbe aus Ringelblumen bei entzündeter oder verletzter Haut

Die Ringelblume sorgt durch ihre gelben bis orangefarbenen Blüten nicht nur für tolle Farbtupfer im Garten. Auch als altes Hausmittel bei verschiedenen Erkrankungen und Beschwerden der Haut wird die Ringelblume gerne verwendet. Klassischerweise kommt die Ringelblume dabei in Form von Salben zum Einsatz. Und eine solche Ringelblumensalbe lässt sich ganz einfach selbst herstellen.

Dafür werden benötigt:

  • 1 Teil getrocknete oder 2 Teile frische Ringelblumenblüten (z.B. 10 bzw. 20 g Ringelblumenblüten)
  • 10 Teile Olivenöl, kalt gepresst (z.B. 100 ml Olivenöl)
  • 1 Teil gereinigtes Bienenwachs (z.B. 10 g Bienenwachs)

 

Die Ringelblumenblüten, die für die Salbe verwendet werden, sollten möglichst unbehandelt sein. Werden ganze Blüten verarbeitet, werden die Blüten mit dem Messer kleingeschnitten. Alternativ ist möglich, die kleinen Blättchen der Blüten abzuzupfen.

Die vorbereiteten Blumenteilchen werden dann zusammen mit dem Olivenöl in einen Topf gegeben. Die Mischung wird nun langsam erhitzt, bis sie leicht siedet. Das Öl darf aber nicht zu heiß werden, denn sonst würden die Blüten verbrennen.

Durch das Öl werden den Blüten ihre fettlöslichen Wirkstoffe entzogen. Die Öl-Blütenmischung sollte ungefähr 20 Minuten lang ziehen und dabei regelmäßig gut durchgerührt werden. Anschließend wird die Mischung durch ein Sieb geschüttet, das mit einem Baumwoll- oder Leintuch ausgelegt ist. Das Tuch verhindert, dass Blütenteile im Öl landen.

Außerdem kann das Tuch nun gut ausgewrungen werden, um so die restlichen Säfte aus den Blüten herauszupressen. Als nächstes wird das Bienenwachs in das Ringelblumenöl gegeben. Das gereinigte Bienenwachs, das in der Apotheke erhältlich ist, sorgt dafür, dass die Salbe fest wird. Reicht die Temperatur des Ringelblumenöls nicht mehr aus, um das Bienenwachs zu schmelzen, wird es noch einmal vorsichtig erwärmt.

Sobald das Wachs flüssig ist, wird die Mischung gut durchgerührt und dann in einen sauberen Tiegel umgefüllt. Wenn die Salbe abgekühlt ist, wird sie fest und sieht trüb aus. Dann kann der Tiegel verschlossen werden. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält die selbstgemachte Ringelblumensalbe etwa ein Jahr lang.

Die Ringelblumensalbe eignet sich hervorragend als Wund- und Heilsalbe bei Verletzungen und Entzündungen der Haut. Daneben kann sie bei Sonnenbrand, Ekzemen und leichten, oberflächlichen Brandwunden verwendet werden. Außerdem hilft die Salbe bei Blutergüssen, Zerrungen und schmerzenden Krampfadern.

 

DIY: ein wohltuendes Fußbad

An heißen Sommertagen oder nach einem langen Tag auf den Beinen ist ein Fußbad eine wahre Wohltat. Je nachdem, mit was das Wasser angereichert wird, entfaltet das Fußbad eine entspannende oder eine belebende Wirkung. Für ein Fußbad wird

  • eine gut gehäufte Handvoll Blüten- und Kräuterblätter in nicht zu kleine Stücke gezupft und
  • mit 1 Liter heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergossen.

Welche Blumen und Kräuter verwendet werden, hängt von der gewünschten Wirkung ab. Pfefferminze kühlt und erfrischt müde Füße. Rosmarin hat ebenfalls eine belebende Wirkung und wirkt unangenehmem Fußgeruch entgegen. Auch Birkenblätter verhindern Schweißfüße.

Rosenblätter verströmen einen herrlichen Duft, fördern die Entspannung und unterstützen die Wundheilung. Außerdem sorgen sie für eine schöne, farbenfrohe Optik. Gleiches gilt für die Ringelblume, die ebenfalls hübsch aussieht und die Haut geschmeidig macht.

Die Blüten- und Kräuterblätter sollten abgedeckt etwa zehn Minuten lang in dem heißen Wasser ziehen. Dann wird das Wasser mitsamt den Blättern in ein großes Gefäß geschüttet und mit soviel Wasser aufgefüllt, dass die Füße bequem und bei angenehmer Temperatur darin baden können. Und dann heißt es auch schon: die Füße in das Bad tauchen und die Seele baumeln lassen.

 

DIY: ein Körperöl bei Verspannungen und Schmerzen

Bei Verspannungen und Muskelschmerzen, aber auch bei Rheuma kann Wärme für Linderung sorgen. Gleichzeitig wird das Lösen von Verspannungen, Krämpfen und Schmerzen unterstützt, wenn die Durchblutung an den entsprechenden Stellen angekurbelt wird.

Ein Körperöl, das erst die Durchblutung anregt und anschließend wärmt, kann in der heimischen Küche zubereitet werden. Als Heilmittel kommen dabei Ingwer und Zimt zum Einsatz. Für das Öl werden

  • ein rund 7 cm langes Stück Ingwer,
  • ein ungefähr 1 cm langes Stück Zimtstange und
  • 10 Teelöffel Sesamöl

benötigt.

Als erstes wird der Ingwer geschält. Am besten geht das mit einem Teelöffel, mit dem die feine Schale des Ingwers ganz einfach abgeschabt werden kann. Der geschälte Ingwer wird dann möglichst fein gerieben, auf ein sauberes Tuch gegeben und gut ausgepresst.

Aus dem Ingwerstück sollten ungefähr zwei Teelöffel voll Ingwersaft herauskommen. Dieser Saft wird im Verhältnis 1:5 mit Sesamöl vermischt, bei zwei Teelöffeln Ingwersaft wären das also 10 Teelöffel Sesamöl. Dann wird das Zimtstangenstück in einen Mörser gegeben, fein zerstoßen und ebenfalls in das Ingwer-Sesamöl eingerührt.

Das Körperöl kann nun auf die verspannten oder schmerzenden Körperstellen aufgetragen und sanft einmassiert werden.

Wird das Öl in einem gut verschlossenen Gefäß und dunkel gelagert, hält es sich mehrere Wochen lang. Vor der Verwendung muss das Öl aber gut durchgerührt werden, denn sonst lagern sich die Wirkstoffe am Boden ab.

Insgesamt ist es allerdings besser, die jeweils benötigten Mengen frisch zuzubereiten. Ingwer und Zimt haben vergleichsweise starke Wirkungen. Patienten mit Vorerkrankungen und Schwangere sollten sich deshalb mit ihrem Arzt besprechen, bevor sie die beiden Gewürze verwenden.

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