Therme mit Baby – Infos und Tipps

Therme mit Baby – Infos und Tipps

Ein Besuch im Thermalbad ist eine Wohltat für den Körper und die Seele. Die Auszeit in der Therme verspricht Erholung und Entspannung. Doch wie sieht es aus, wenn die Familie kürzlich größer geworden ist? Passen Wellness im Thermalbad und Baby oder Kleinkind zusammen? Tatsächlich profitieren sowohl die jungen Eltern als auch der Nachwuchs vom warmen Thermalwasser. Wir haben einige Infos und Tipps zusammengestellt, worauf beim ersten Besuch einer Therme mit Baby geachtet werden sollte.

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Therme mit Baby - Infos und Tipps

Ab wann ist ein Themenbesuch ratsam?

Grundsätzlich ist der Gesundheitszustand eines Babys schon ab ungefähr der sechsten Lebenswoche stabil genug, um ein Thermalbad zu besuchen. Voraussetzung ist aber natürlich, dass das Kind gesund ist und keine Infektionen hat.

Auch die Mutter sollte das Wochenbett ohne Komplikationen überstanden haben. Ratsam ist außerdem, dass ein Arzt das Baby schon einmal untersucht hat. Ist die Mutter unsicher, kann sie sich mit ihrem Gynäkologen besprechen. So steht einer angenehmen und entspannten Auszeit im Thermalbad nichts im Wege.

Einige Thermen bieten Kurse oder Einzelstunden für Babyschwimmen an. Um daran teilzunehmen, sollte das Baby mindestens drei Monate alt sein.

Was ist bei der Auswahl der Therme wichtig?

Nicht jede Therme eignet sich für einen Besuch mit Baby. Einige Thermalquellen haben eine hohe Konzentration an Schwefel, weshalb Kinder erst ab dem zwölften Lebensjahr ins Wasser können. Andere Thermalbäder richten sich an Erwachsene oder Kurgäste und sind für Kinder nicht zugänglich.

Andersherum gibt es spezielle Baby- und Kinderthermen, die ihr Angebot gezielt auf junge Familien ausrichten. Solche Thermalbäder sind dann zum Beispiel mit Babybecken, Whirlpools, kleinen Kinderrutschen, Ruhezonen, Stillräumen und Wickelplätzen ausgestattet.

Speisekarten für die Kleinen, Hochstühle und Möglichkeiten, um Babynahrung aufzuwärmen, stehen ebenfalls bereit. Zudem können die Gäste Anwendungen genießen, die auf die Bedürfnisse von Babys und Eltern ausgerichtet sind.

Planen die Eltern keinen Besuch einer ausgewiesenen Baby- und Kindertherme, sollten sie sich zuvor über die Wasserqualität und das Angebot für Familien informieren. So müssen sie keine bösen Überraschungen fürchten und können den Aufenthalt in vollen Zügen genießen.

Was gehört unbedingt in die Badetasche?

Die meisten Eltern wissen, dass sich ein Ausflug mit Baby gerne so anfühlt, als würde es für längere Zeit in Urlaub gehen. Der halbe Hausstand landet in der Tasche, um für jeden Fall gewappnet zu sein. Um das Packen der Badetasche kommen die Eltern auch bei einem Thermenbesuch nicht herum.

Diese Dinge fürs Baby gehören hinein:

  • ein weiches Handtuch zum Abtrocknen und ein weiteres Handtuch, ein Bademantel oder ein Badeponcho zum Einkuscheln nach dem Baden

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  • Schwimmwindeln, normale Windeln und Feuchttücher

  • Baby- oder Mandelöl; bevor es ins Wasser geht, sollte das Baby eingeölt werden. Dadurch trocknet die Haut im warmen Thermalwasser nicht so schnell aus. Nach dem Baden sollte noch einmal Öl auf die feuchte Haut aufgetragen werden.

  • Fläschchen oder Babybrei; sofern die Mutter stillt, sollte sie ein weiches Badetuch mitnehmen, in das sie sich zusammen mit dem Kind beim Stillen einkuscheln kann

  • Trinken; die Salze im Thermalwasser entziehen dem Körper Feuchtigkeit. Außerdem ist das Planschen im Wasser anstrengend. Wichtig ist deshalb, dass sowohl das Baby als auch die Eltern ausreichend trinken.

Woran sollten die Eltern außerdem denken?

Wichtig ist, dass die Eltern genug Zeit einplanen. Der Besuch sollte in aller Ruhe stattfinden und nicht in Hektik oder gar Stress ausarten.

Die einzelnen Aufenthalte im Wasser sollten nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern, jeweils mit Pausen dazwischen. Die meisten Babys fühlen sich im warmen Wasser zwar sehr wohl. Außerdem fördert es die gesundheitliche und motorische Entwicklung des Babys, wenn es im Wasser planschen kann.

Aber das warme Nass ist für ein Baby zunächst fremd. Aus diesem Grund muss es langsam daran gewöhnt werden, damit es keine Angst vor dem Wasser entwickelt.

Ein Thema, das viele Eltern beschäftigt, ist die Sorge vor einer Infektion mit Pilzen oder Keimen. An dieser Stelle kann Entwarnung gegeben werden. Pilzerkrankungen und andere Infektionen kommen nach einem Thermenbesuch bei Babys nur äußerst selten vor. Um keinen Nährboden zu schaffen, sollte das Baby nach dem Bad kurz abgeduscht, gut abtrocknet und danach angezogen werden. Gleiches gilt für die Eltern.

Wie profitieren die Eltern und das Baby vom Besuch der Therme?

Es ist schon lange wissenschaftlich belegt, dass Thermalwasser einen medizinischen Nutzen hat. Schwimmen die Eltern zusammen mit ihrem Kind im warmen und mineralhaltigen Wasser, wächst die vertrauensvolle Bindung und das Baby baut Ängste ab.

Außerdem fördert ein Thermenbesuch den guten und gesunden Schlaf, denn der Kreislauf und die Atmung stimmen sich besser aufeinander ab. Auch das Körperbewusstsein und die Motorik profitieren von regelmäßigen Besuchen in der Therme.

Die Mineralien, die im Thermalwasser enthalten sind, kommen außerdem auch den Kleinsten schon zugute. Allerdings sollten sich die Eltern daran halten, wenn bestimmte Becken für Babys gesperrt sind. Denn hier ist die Konzentration für Kinder zu hoch.

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Armin Seckmann, 41 Jahre, Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, 38 Jahre, Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, 37 Jahre, Wellness Beraterin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheit.

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