Kleiner Wissenstests rund ums Schwitzen

Kleiner Wissenstests rund ums Schwitzen

Ein Saunabad wird auch als Schwitzkur bezeichnet. Diese Bezeichnung wiederum legt nahe, dass es gesund sein muss, so richtig ins Schwitzen zu kommen. Folglich wird empfohlen, regelmäßig in die Sauna und ins Thermalbad im Allgemeinen zu gehen, um so seinem Körper und seiner Seele etwas Gutes zu tun.

Auch bei einem grippalen Infekt gilt es als klassisches Hausmittel, den Körper durch warme Decken, heißen Tee oder Kräuter zum Schwitzen zu bringen, um so die Krankheitserreger im wahrsten Sinne des Wortes auszuschwitzen.

Und wer fit bleiben oder abnehmen möchte, macht Sport, bei dem er ebenfalls ins Schwitzen kommt. Doch was hat es mit dem Schweiß wirklich auf sich?

Hier ein kleiner Wissenstest rund ums Schwitzen!

 

Frage 1: Wie riecht frischer Schweiß?

  1. a) gar nicht
  2. b) säuerlich
  3. c) süßlich
  4. d) leicht zwiebelig

 

Frage 2: Woraus besteht Schweiß hauptsächlich?

  1. a) Duftstoffe
  2. b) gelöste Salze und Mineralien
  3. c) Harnstoff und Säuren
  4. d) Wasser

 

Frage 3: Über den menschlichen Körper verteilen sich etwa zwei bis drei Millionen Schweißdrüsen. Wo befinden sich die meisten davon?

  1. a) Achselhöhen und Rücken
  2. b) Hände und Füße
  3. c) Kopf und Hals
  4. d) Genitalbereich

 

Frage 4: Wozu dient das Schwitzen nicht?

  1. a) Thermoregulation; das Schwitzen verhindert, dass der Körper übermäßig erhitzt.
  2. b) Entgiftung; durch Schweiß werden Giftstoffe ausgeschieden.
  3. c) Entschlackung; durch Schweiß werden Schlacken ausgeschieden.
  4. d) Schutzfunktion; der saure Schweiß bildet zusammen mit Fetten den Säureschutzmantel der Haut.

 

Frage 5: Eine Redewendung besagt, dass sich zwei Menschen gut riechen oder sich nicht riechen können. Welche Aussage dazu ist richtig?

  1. a) Gleich und gleich gesellt sich gern; eine Frau und ein Mann mit ähnlicher genetischer Veranlagung finden ihren Körpergeruch gegenseitig attraktiver, können sich also besser riechen.
  2. b) Unterschiede ziehen sich an; eine Frau und ein Mann mit deutlichen Unterschieden in der genetischen Veranlagung finden ihren Körpergeruch gegenseitig attraktiver und können sich somit besser riechen.

 

Frage 6: Was kann eine Ursache für übermäßiges Schwitzen sein? (Mehrere Antworten können richtig sein!)

  1. a) Übergewicht
  2. b) Erkrankungen und Medikamente
  3. c) scharf gewürzte Speisen

 

Frage 7: Wie lässt sich die Neigung zu übermäßigem Schwitzen in den Griff bekommen?

  1. a) durch Rasur der Achselhaare
  2. b) durch das Tragen von Kleidung aus Naturstoffen wie Baumwolle, Leinen oder Seide
  3. c) durch regelmäßiges Training im Umgang mit Temperaturunterschieden

 

Frage 8: Welches Tier zeigt das gleiche Schwitzverhalten wie der Mensch?

  1. a) Katze
  2. b) Hund
  3. c) Schwein
  4. d) Pferd

 

Lösungen

Frage 1: a

Frischer Schweiß riecht gar nicht. Der typische Schweißgeruch, der säuerlich, ranzig oder stechend sein kann, bildet sich erst dann, wenn die Bakterien auf der Haut mit dem Abbauprozess beginnen.

Eine Ausnahme gilt beispielsweise in der Pubertät. Hier können hormonelle Schwankungen dazu führen, dass auch frischer Schweiß riecht.

 

Frage 2: d

Schweiß besteht zu rund 99 Prozent aus Wasser. Das verbliebene Prozent enthält Harnstoff, Säuren, Duftstoffe, Salze, Mineralien und zahlreiche weitere Stoffe. Die genaue Zusammensetzung von Schweiß ist bislang aber noch gar nicht erforscht.

 

Frage 3: b

Die meisten Schweißdrüsen sind an den Händen und den Füßen angesiedelt. Mit Blick auf die Evolution war dies auch sehr hilfreich. Denn durch den Schweiß wurden die Hände griffiger, was es unseren Vorfahren erleichterte, mit Werkzeugen und Waffen zu hantieren. Durch den Schweiß an den Füßen fanden sie besseren Halt, etwa wenn sie sich in unwegsamem Gelände bewegten oder auf Bäume kletterten.

Die Schweißdrüsen teilen sich in zwei Gruppen auf, nämlich in ekkrine und in apokrine Schweißdrüsen. Die ekkrinen Schweißdrüsen bilden die größere Gruppe und verteilen sich über den gesamten Körper. Sie sind unter anderem für die Thermoregulierung zuständig. Die apokrinen Schweißdrüsen finden sich in den Achselhöhlen, im Genitalbereich und an den Brustwarzen. Sie entwickeln sich während der Pubertät. Das Sekret, das die apokrinen Schweißdrüsen bilden, ist dickflüssiger und hat einen Geruch. Deshalb werden die apokrinen Schweißdrüsen auch als Duftdrüsen bezeichnet. Sie werden in erster Linie durch die Ausschüttung von Adrenalin, Emotionen wie Angst und Wut, aber auch durch sexuelle Reize angeregt.

 

Frage 4: c

Durch das Schwitzen wird die Körpertemperatur reguliert. Der Körper schwitzt also, um sich auf diese Weise abzukühlen und eine Überhitzung zu vermeiden. Außerdem unterstützt der Schweiß den Abbau und die Ausscheidung von Giftstoffen und Produkten, die nach dem Stoffwechsel und Abbauprozess übrig geblieben sind. Mit einem pH-Wert von etwa 4,5 ist Schweiß sauer. Zusammen mit den körpereigenen Hautfetten bildet der Schweiß den Säureschutzmantel der Haut, der gesundheitsschädliche Keime abhält und ihr Wachstum verhindert. Falsch ist aber Antwort c. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass sich im Körper überhaupt Schlacken ansammeln. Insofern kann das Schwitzen auch nicht zur Entschlackung des Körpers beitragen.

 

Frage 5: b

Auf der Ebene der Genetik ziehen sich Menschen mit deutlichen Unterschieden an. Der wissenschaftliche Grund hierfür ist, dass Nachkommen von genetisch ungleichen Paaren robuster und widerstandsfähiger sind und Krankheiten oder Schädlinge besser abwehren können. Außerdem vermutet die Wissenschaft, dass die Natur auf diese Weise der Inzucht entgegensteuern möchte.

 

Frage 6: a, b, c

Alle drei Antwortmöglichkeiten sind richtig. Bei deutlichem Übergewicht ist eine dicke Fettschicht vorhanden. Dieses Polster sorgt für eine gute Isolierung. Folglich muss der Körper mehr Schweiß bilden, um eine ausreichende Kühlung sicherzustellen. Hinzu kommt, dass die Anstrengung umso größer ist, je mehr Pfunde bewegt werden müssen. Auch Erkrankungen bewirken, dass der Körper mit vermehrter Schweißbildung reagiert. Bestimmte Medikamente können die Schweißproduktion ebenfalls ankurbeln. Gleiches gilt für scharf gewürzte Speisen. Wann eine Person übermäßig stark schwitzt, lässt sich jedoch nicht mit einem bestimmten Wert bemessen. Es gibt also keine Literangabe, die ein zu starkes Schwitzen definiert. Das Gefühl, übermäßig stark zu schwitzen, ist vielmehr eine subjektive Empfindung.

 

Frage 7: c

Wenn jemand zu starkem Schwitzen neigt und keine Grunderkrankung als Ursache dafür vorliegt, kann ein effektives Mittel sein, den Körper an Temperaturunterschiede zu gewöhnen. Regelmäßige Saunagänge, Kneippsche Wasseranwendungen, lange Spaziergänge an kalten Wintertagen oder auch das Abtrocknen durch kühle Luft nach einer warmen Dusche sind probate Mittel. Sie bewirken ein gezieltes Training der körpereigenen Thermoregulierung, das langfristig mit einer Verengung der Schweißporen einhergeht. Nebenbei wird auch das Immunsystem unterstützt.

Eine Rasur der Achselhaare macht es dem Schweiß und den Bakterien schwerer, sich festzusetzen. Dadurch entsteht weniger unangenehmer Schweißgeruch. Für das Schwitzen als solches spielt es aber keine Rolle, ob die Achselhöhlen rasiert sind. Bei Kleidung aus Naturmaterialien ist es ähnlich. Baumwolle, Leinen oder Seide sind luftdurchlässiger als synthetische Fasern. Die Hitze staut sich nicht und die Feuchtigkeit wird besser aufgenommen. Somit wirken Kleidungsstücke aus Naturfasern einem unangenehmen Schweißgeruch entgegen. Die Schweißproduktion selbst wird aber vom Material nicht beeinflusst.

 

Frage 8: d

Ähnlich wie der Mensch hat auch ein Pferd sehr viele Schweißdrüsen, die sich über seinen Körper verteilen. Gleichzeitig hat das Schwitzen beim Pferd die gleichen Funktionen wie das Schwitzen beim Menschen, wobei die Hauptaufgabe die Thermoregulierung ist. Im Unterschied dazu wirkt eine Katze einer Überhitzung entgegen, indem sie ihr Fell ableckt. Ein Hund wiederum kühlt sich ab, indem er hechelt. Und ein Schwein reguliert seine Körpertemperatur durch Wälzen im Schlamm.

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