Wellness daheim: 6 Tipps für ein Entspannungs-Bad

Wellness daheim: 6 Tipps für ein Entspannungs-Bad

Abschalten, die Seele baumeln lassen, Kraft tanken und einfach ein bisschen Zeit für sich alleine haben: Ein Bad in warmem Wasser ist eine wahre Wohltat für den Körper, den Geist und die Seele. Und so ein Verwöhnprogramm lässt sich auch im heimischen Badezimmer problemlos umsetzen.

Nach einem anstrengenden Training oder einem harten Wettkampf gehen Profisportler gerne baden. Und für das wohltuende Bad im angenehm warmen Wasser gibt es sogar einen Fachbegriff, nämlich Auftriebsbad. Das Auftriebsbad lockert die Muskulatur, senkt den Stresspegel und hebt die Laune.

Entspannungs Bad

Der wohltuende Effekt kann durch Badezusätze noch verstärkt werden. Dieses Wissen ist aber keineswegs neu. Aus Überlieferungen ist bekannt, dass Bäder in fast allen Kulturen eine wichtige Rolle spielen. So soll etwa Kleopatra regelmäßig Bäder genommen haben, um ihre Schönheit zu erhalten.

Die Maya und die Inka wiederum verwendeten Lorbeer als Badezusatz, um die Stimmung aufzuhellen. Hopfen sollte zu hohen Blutdruck senken und Rosmarin die Konzentration fördern. Ähnliche Rezepte finden sich auch bei anderen Kulturen und Gesundheitskonzepten. Und bis heute sind in Thermen und Wellness-Zentren Bäder und aromatische Badezusätze zentrale Elemente.

 

Wellness daheim: 6 Tipps für ein Entspannungs-Bad

Hektik, Stress und Alltagssorgen, vielleicht auch noch ein paar gesundheitliche Probleme: Damit haben sehr viele Menschen zu kämpfen. Doch auch wenn die Energie-Akkus fast leer sind und eine Auszeit dringend nötig wäre, fehlt im Alltag oft einfach die Zeit für einen Wellness-Urlaub. Ein Verwöhnbad im Thermalbad könnte eine gute Alternative sein. Aber nicht jeder hat eine Therme um die Ecke. Und manchmal lässt das Budget einen Tag in der Therme mit der einen oder anderen Anwendung schlichtweg nicht zu.

Doch das heißt nicht, dass das Verwöhnprogramm deshalb auf der Strecke bleiben muss. Denn Wellness kann auch zu Hause stattfinden. Und viel mehr als die Badewanne, einen schönen Badeschaum und vielleicht noch eine Duftkerze braucht es dafür nicht. Zumindest gilt das für die Ausstattung der privaten Wohlfühloase.

Denn eine äußerst wichtige Zutat fehlt noch: Zeit.

Es müssen aber gar nicht mehrere Stunden sein. Schon eine Auszeit von einer guten halben Stunde kann völlig ausreichen, um herunterzufahren, zu entspannen und neue Kräfte zu sammeln. Und damit das Entspannungs-Bad auch wirklich seine volle Wirkung entfalten kann, sind hier noch sechs Tipps.

 

Tipp Nr. 1: Das Badezimmer schön herrichten.

In einem nüchternen Raum, womöglich noch mit kaltem Neonlicht und direktem Blick auf die Schmutzwäsche, kann niemand richtig entspannen. Für eine wohltuende Auszeit sollte sich das Badezimmer deshalb zumindest in eine kleine Wohlfühloase verwandeln. Dazu genügt oft schon, das schnöde Lampenlicht durch ein paar Kerzen zu ersetzen.

Vielleicht kann im Hintergrund leise die Lieblingsmusik laufen. Wichtig wäre außerdem, das Badezimmer auf ungefähr 25 Grad Celsius aufzuheizen. So ist sichergestellt, dass die wohlige Wärme nach dem Ausstieg aus der Badewanne nicht gleich wieder verloren geht.

 

Tipp Nr. 2: Störfaktoren ausschalten.

Die Badezimmertür sollte geschlossen sein und das Smartphone unbedingt draußen bleiben. Wenn jemand ins Badezimmer platzt, ist es mit der Entspannung schnell vorbei. Der ständige Blick aufs Smartphone macht ein Abschalten unmöglich.

Die Welt geht nicht unter, wenn jemand mal eine halbe Stunde lang nicht erreichbar ist. Und kaum etwas ist so wichtig, dass es nicht kurz warten könnte. Wer wirklich entspannen und neue Kraft tanken möchte, muss bereit sein, sich ernsthaft auf die Auszeit einzulassen.

 

Tipp Nr. 3: Nicht zu heiß und zu lange baden.

Die optimale Zeit für ein Wohlfühl-Entspannungs-Bad ist gegen 21 Uhr abends. Denn dann wirkt das Bad nicht nur gegen Stress, Gliederschmerzen und Verspannungen, sondern macht auch schön müde. So ist die optimale Basis für einen gesunden und erholsamen Schlaf geschaffen. Das Badewasser sollte allerdings nicht wärmer sein als etwa 38 Grad. Ist es heißer, könnte die Belastung für den Kreislauf zu groß werden.

Die Badedauer sollte 20 Minuten nicht überschreiten. Das warme Wasser entzieht der Haut nämlich Fett und Feuchtigkeit. Bei einem deutlich längeren Bad würde sich die Pflegewirkung für den Körper somit ins Gegenteil verkehren.

 

Tipp Nr. 4: Die richtigen Düfte einsetzen.

Pflegende und rückfettende Badezusätze sorgen dafür, dass die Haut nicht zu sehr austrocknet. Noch besser ist, wenn der Badezusatz schön riecht. Denn in der Badewanne wirken Düfte auf zweierlei Art. Die Nase nimmt den Duft auf und aktiviert das limbische System im Gehirn. Dieses Nervensystem beeinflusst das Befinden. Ein angenehmer Duft wird mit bestimmten Erfahrungen und Empfindungen verknüpft. Dadurch werden Glückshormone freigesetzt und ein Wohlgefühl stellt sich ein.

Vanille, Honig, Zimt, Beeren und Milcharomen beispielsweise vermitteln Wärme und hellen die Stimmung auf. Lavendel und Hopfen wiederum beruhigen, während Pfefferminz, Eukalyptus und Zitrusfrüchte beleben. Enthält der Badezusatz ätherische Öle, werden diese zusätzlich über die Hautporen aufgenommen. Dadurch wirken sie noch intensiver. Letztlich ist aber wichtig, einen seiner Lieblingsdüfte anzuwählen. Denn mit Blick auf den Wohlfühlfaktor macht es wenig Sinn, beispielsweise in Rosenaroma zu baden, wenn einem dieser Duft eigentlich gar nicht wirklich gefällt.

 

Tipp Nr. 5: Die Auszeit im Wasser für Beauty-Anwendungen nutzen.

Im angenehm warmen Wasser ziehen Pflegestoffe besonders tief in die Haut ein. Die Feuchtigkeit wiederum sorgt dafür, dass sich abgestorbene Hautschüppchen leichter lösen. Deshalb eignet sich das Wohlfühlbad ideal, um es mit Beautyanwendungen wie einem sanften Peeling, einer Gesichtmaske und einer Haarkur zu kombinieren. So wird das Wohlfühlbad nicht nur zur Wohltat für den Geist und die Seele, sondern verschönert auch äußerlich.

Übrigens: Angelehnt an das japanische Reinigungszeremoniell, ist es möglich, vor dem Bad ausgiebig zu duschen. Nach dem Abtrocknen folgt dann der Gang in die Badewanne. Auf diese Weise sind die Poren bereits geöffnet und die Haut kann die Pflegestoffe noch leichter aufnehmen.

 

Tipp Nr. 6: Nach dem Bad das Eincremen nicht vergessen.

Der krönende Abschluss der wohltuenden Auszeit sollte ein ausgiebiges Eincremen sein. Je nach Hauttyp kann dabei eine Bodylotion, eine Körperbutter oder ein Öl zum Einsatz kommen. Öl bietet den Vorteil, dass es sanft einmassiert werden kann. Und die Massage sorgt für zusätzliche Entspannung.

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