Infos und Tipps zur Anwendung Dauerbrause

Die wichtigsten Infos und Tipps zur Anwendung „Dauerbrause“ 

Bei der sogenannten Dauerbrause handelt es sich um eine physiotherapeutische Maßnahme, die verschiedene positive Auswirkungen der Massage und der Badetherapie miteinander kombiniert.

Die Anwendung, die in einer Spezialwanne stattfindet und aus einer Ganzkörpermassage mit gezieltem Wasserdruck besteht, ist ein Paradebeispiel dafür, wie effektiv und wohltuend traditionelle Heilmethoden bei der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen und vielen anderen Beschwerden sein können.

Wie die Dauerbrause nun aber konkret abläuft, wie sie wirkt und wo sie angeboten wird, erklärt die folgende Übersicht mit den wichtigsten Infos und Tipps zur Anwendung “Dauerbrause”:  

Wie ist die Anwendung entstanden?

Den Grundstein für die Dauerbrause legte strenggenommen Pfarrer Sebastian Kneipp. Er beschäftigte sich im Rahmen der Hydrotherapie mit den Auswirkungen von Wasser auf das Wohlbefinden und den Gesundheitszustand des menschlichen Körpers und erfand in diesem Zuge unter anderem Anwendungen wie das Wassertreten oder die Kneipp‘schen Güsse.

Im Laufe der Zeit verbreiteten sich seine Erkenntnisse über die Wassertherapie und erreichten allmählich Kliniken und Kurhäuser, aber Pfarrer Kneipp bildete auch selbst Therapeuten aus, die seine Nachfolge antreten und seine Arbeit weiterführen sollten. Einer von seinen Schülern war Benedict Lust, der in die USA ging und dort als Arzt und Naturheilkundler praktizierte. Er entwickelte die Kneipp‘schen Wasseranwendungen weiter und entdeckte dabei die Dauerbrause.

Zunächst nutzte der Arzt seine Entdeckung für Selbstanwendungen und der Legende nach sollen die Anwendungen auch tatsächlich mehrere Stunden lang gedauert haben. Seine Dokumentationen über die überaus positiven Auswirkungen der Dauerbrause weckten bald Interesse und es dauerte nicht lange, bis seine Erfindung bei vielen Vertretern der Naturheilkunde Zuspruch fand.

Heute ist die Dauerbrause, wenn auch in modifizierter Form, ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie und der Rehabilitationsmedizin, gewinnt aber auch im Wellnessbereich zunehmend an Bedeutung. 

Wie wird die Dauerbrause angewandt?

Die Anwendung findet in einer speziellen Wanne statt, die mit einer Liege ausgestattet ist. Der Behandelte liegt entkleidet bequem auf der Liege, sein Kopf befindet sich dabei außerhalb der Wanne. Je nach vorhandener Ausstattung gibt es nun zwei mögliche Varianten. Bei der ersten Variante erfolgt die Massage durch einen Brausekopf, der den Körper mit feinen Wasserstrahlen, die von oben auf den Körper treffen, massiert.

Die Massage beginnt an den Füßen, allmählich wandern die 37-38° C warmen Wasserstrahlen dann über alle Körperteile hinweg bis zum Hals. Der Behandelte kann den Duschkopf dabei selbst verstellen und verschieben. Bei der zweiten Variante ist die Wanne mit einer Abdeckung ausgestattet. Durch das Schließen der Abdeckung befindet sich der Körper in einer Art kleinen Kabine und wird von den feststehenden Wasserstrahldüsen in der Abdeckung mit gezieltem Wasserdruck in unterschiedlichen Intensitäten massiert.

Neben der Massage mit nur angenehm warmem Wasser ist die Dauerbrause auch als Wechselmassage mit körperwarmem und kühlerem Wasser möglich. Eine Anwendung dauert üblicherweise zwischen einer halben und einer ganzen Stunde, nach ärztlicher Verordnung sind aber auch längere Anwendungen denkbar. Damit sich eine optimale Wirkung einstellt, sollte die Anwendung mehrere Male innerhalb eines bestimmten Zeitraums wiederholt werden.  

Wie wirkt die Dauerbrause?

Die Dauerbrause kennzeichnet sich durch eine ganze Reihe positiver Auswirkungen. So trägt die Massage mit gezielten Wasserstrahlen dazu bei, dass sich die Muskulatur lockert, sich Verspannungen und Verhärtungen lösen und die Durchblutung angekurbelt wird. Die Gefäße weiten sich, die Zellen werden mit Sauerstoff versorgt und der Abtransport von Schlacken und Giftstoffen kommt in Schwung. Durch den verbesserten Zellstoffwechsel wird die Haut gestrafft und geglättet, hinzu kommt die überaus entspannende und beruhigende Wirkung auf Geist und Seele.

Da sich während der Anwendung der Ionisationszustand der Luft verändert, wirkt sich die Dauerbrause auch positiv auf das Nervensystem aus, wovon unter anderem Migränepatienten profitieren können. Aufgrund der vielfältigen positiven Effekte gilt die Dauerbrause als sinnvolle Maßnahme, um chronische Schmerzen, rheumatische Beschwerden, Muskelverspannungen und Verletzungen unterstützend zu behandeln. Daneben spielt die Dauerbrause aber auch eine große Rolle, wenn es um Entgiftungen und Entschlackungen sowie im Allgemeinen um die Stärkung des Immunsystems geht.

Im Hinblick auf Wellness und Beauty liegen die Stärken der Anwendung in der Straffung der Haut, der Förderung der Zellerneuerung und der entspannenden Wirkung. Im Unterschied zu anderen hydrotherapeutischen Maßnahmen oder Anwendungen wie Sauna und Dampfbad ist die Dauerbrause übrigens sanft, sehr gut verträglich und damit auch für Menschen mit beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen geeignet.  

Wo wird die Dauerbrause angeboten?

Die Anwendung wird in erster Linie in Praxen von Ärzten und Krankengymnasten angeboten. Daneben gehört die Dauerbrause in vielen Kurkliniken, Reha-Einrichtungen, Thermen und Thermalbädern sowie Wellnesshotels zum Programm. Im Normalfall erfolgt die Behandlung auf ärztliche Anordnung, entweder ambulant oder im Rahmen einer Kur.

Ist die Anwendung nicht medizinisch indiziert, kann die Dauerbrause aber natürlich auch auf eigene Kosten in Anspruch genommen werden. Vor allem in Thermen und Thermalbädern sowie in Wellness- und Beautyeinrichtungen ist die Dauerbrause häufig zudem ein Baustein von bestimmten Programmen wie beispielsweise einer Entschlackungskur oder einer Basentherapie.

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