Nach dem Thermenbesuch: Wie wird das Handtuch richtig gewaschen?

Nach dem Thermenbesuch: Wie wird das Handtuch richtig gewaschen?

Für den Thermenbesuch braucht es die richtige Ausstattung. Neben dem Badeanzug, etwas zu trinken und vielleicht einem guten Buch gehört dazu auch ein Handtuch. Das Handtuch wird nicht nur zum Abtrocknen gebraucht, sondern auch als Unterlage auf der Ruheliege und zum Hineinkuscheln verwendet.

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Nach dem Thermenbesuch Wie wird das Handtuch richtig gewaschen

Infos und Tipps rund um das passende Handtuch für den Thermenbesuch haben wir in einem separaten Ratgeber zusammengestellt. Doch nach dem Besuch des Thermalbads braucht das Handtuch eine Wäsche.

Und in diesem Beitrag erklären wir, wie das Handtuch richtig gewaschen wird:

Worauf gilt es generell zu achten?

Bei einem Thermenbesuch nimmt ein Handtuch viel Feuchtigkeit auf. Außerdem können Schweiß, Bakterien, Keime und eventuell auch Pilzsporen ihren Weg ins Gewebe finden. Deshalb sollten die benutzten Handtücher immer gewaschen werden.

Waren mehrere Handtücher im Einsatz, ist es ratsam, diese zunächst nach Farben zu sortieren. Denn zum einen vertragen weiße und sehr helle Handtücher höhere Waschtemperaturen als farbige und dunkle Handtücher. Zum anderen vermeidet eine nach Farben sortierte Wäsche unschöne Verfärbungen.

Außerdem ist wichtig, die Waschmaschine nicht zu voll zu packen. Auf welche Füllmenge die Waschtrommel ausgelegt ist, steht manchmal auf der Waschmaschine, auf jeden Fall aber in der Bedienungsanleitung.

Zu bedenken gilt allerdings, dass ein Handtuch viel Wasser aufnimmt. Dadurch hat es entsprechend viel Gewicht und beansprucht reichlich Platz in der Trommel. Daher ist es generell besser, die Trommel nicht ganz voll zu beladen.

Bei welcher Temperatur sollte das Handtuch gewaschen werden?

Auf dem Pflegeetikett des Handtuchs ist angegeben, bei welcher Temperatur es gewaschen werden kann. Zusätzlich finden sich dort noch weitere Pflegehinweise, zum Beispiel zum Waschprogramm oder zum Trocknen.

Generell gilt, dass ein Handtuch nach dem Thermenbesuch bei 60 Grad Celsius gewaschen werden sollte. Diese Temperatur stellt sicher, dass Verschmutzungen, Schweiß, Keime, Bakterien und Pilzsporen zuverlässig beseitigt werden.

Weiße Handtücher vertragen oft auch eine sogenannte Kochwäsche bei 90 oder 95 Grad Celsius. Danach sind sämtliche Keime garantiert abgetötet. Allerdings ist eine Kochwäsche nur in Ausnahmefällen wirklich notwendig. In aller Regel genügt es völlig, die Handtücher bei 60 Grad zu waschen.

Hat das Handtuch ein buntes Muster oder ist es mit einer Stickerei verziert, kann es oft nicht wärmer als bei 40 Grad gewaschen werden. Gleiches gilt, wenn die Bordüre des Handtuchs aufwändiger oder aus einem anderen Material gearbeitet ist.

Eine Wäsche bei einer zu hohen Temperatur würde dazu führen, dass sich die Bordüre unschön zusammenzieht.

Um auch bei einer niedrigeren Temperatur eine optimale Reinigungswirkung zu erzielen, ist es ratsam, einen Hygienespüler zu verwenden. Ein Hygienespüler beseitigt Keime, Bakterien und Pilzsporen.

Welches Waschmittel sollte verwendet werden?

Bei farbigen und dunklen Handtüchern ist ein flüssiges Color-Waschmittel die beste Wahl. Es schont die Fasern und sorgt dafür, dass die Leuchtkraft der Farben länger erhalten bleibt.

Weiße und helle Handtücher können auch mit einem Vollwaschmittel in Pulverform gewaschen werden. Ein Vollwaschmittel enthält meist Bleichmittel, die das Weiß strahlen lassen und gleichzeitig desinfizierend wirken. Außerdem ist ein Vollwaschmittel oft für höhere Temperaturen ausgelegt als ein Color-Waschmittel.

Eignet sich das Color-Waschmittel für Wäschen bei 60 Grad, können damit auch weiße Handtücher problemlos gewaschen werden. Für einen aufhellenden Effekt kann ein Tütchen Backpulver in die Waschtrommel geschüttet werden.

Andersherum sollten farbige Handtücher aber nicht mit einem Vollwaschmittel gewaschen werden. Denn durch die optischen Aufheller würden die Farben leiden.

Was ist mit Weichspüler?

Weichspüler ist im Zusammenhang mit Handtüchern keine gute Idee. Denn der Weichspüler legt sich wie ein dünner Film um die Fasern. Die Folge davon ist, dass das Handtuch an Saugfähigkeit verliert.

Damit das Handtuch auch ohne Weichspüler schon weich bleibt, ist Essig ein altbewährtes Hausmittel. Dabei wird ein guter Schuss transparenter Haushaltsessig in das Weichspülerfach der Waschmaschine gegeben.

Der Essig macht das Handtuch nicht nur weich, sondern entfernt auch Bakterien und frischt nebenbei die Farben auf. Ein Essig-Geruch bleibt nicht zurück.

Wie wird das Handtuch getrocknet?

Optimal ist, das Handtuch nach der Wäsche im Wäschetrockner zu trocknen. Die Bewegungen der Trommel wirbeln die Wäsche hin und her. Gleichzeitig stellen sich die Fasern durch die warme Luft wieder neu auf. Das Ergebnis ist, dass das Handtuch weich und luftig bleibt, ohne seine Saugfähigkeit zu verlieren.

Wer keinen Wäschetrockner hat, kann die frisch gewaschenen Handtücher auch draußen, an der frischen Luft trocknen. Allerdings sollten sie dann möglichst nicht in der prallen Sonne hängen und auch nicht zu lange draußen bleiben.

Denn dadurch würden sie hart und starr werden. Gleiches passiert, wenn die Handtücher auf oder direkt neben der warmen Heizung trocknen.

Und: Sind die Handtücher gewaschen und getrocknet, reicht es aus, sie ordentlich zusammenzulegen. Es ist weder notwendig noch sinnvoll, Handtücher zu bügeln. Das Bügeln drückt die Fasern nämlich zusammen und die Handtücher sind nicht mehr so saugfähig.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Armin Seckmann, 41 Jahre, Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, 38 Jahre, Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, 37 Jahre, Wellness Beraterin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheit.

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