5 Kriterien für einen guten Masseur

5 Kriterien für einen guten Masseur

Massagen sollen eine wohltuende Wirkung haben und entspannen. Manchmal sind Massagen aus medizinischer Sicht sogar notwendig. Kein Wunder, dass Massagen zum Standardangebot in vielen Thermen, Thermalbädern und Wellness-Einrichtungen gehören.

In dem Raum ist es angenehm warm, vielleicht läuft im Hintergrund leise Musik. Der Gast liegt entspannt auf der Massageliege. Ein kuscheliges Handtuch bedeckt seine Intimzonen, seine Augen sind geschlossen.

Auf seinem Rücken spürt er einen sanften Händedruck und wenige Minuten später fließt eine wohlige Wärme durch seinen Körper. Im Idealfall fühlt sich der Gast nach der Massage nicht nur erholt, sondern auch die schmerzhaften Verspannungen im Nacken sind weg.

– Eine Massage kann entspannen, pflegen und sogar heilen. Allerdings gibt es die Massage in unzähligen Varianten. Und nicht für jeden ist eine Massage geeignet. Zudem ist es mitunter gar nicht so leicht, einen guten Masseur zu finden.

 

Die Haut spielt die zentrale Rolle

Bei der Massage ist die Haut der Schlüssel zur Entspannung. Mit einer Fläche von knapp zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ. Dabei befinden sich auf der Haut Millionen von empfindlichen Nervenenden, die jeden äußeren Reiz an das Gehirn weitergeben. In dem Moment, in dem Haut auf Haut trifft, werden Reize ausgelöst, die einerseits beruhigen und den Körper andererseits in eine Art Rausch versetzen.

Diesen Effekt dürfte jeder kennen, beispielsweise von Streicheleinheiten vom Partner. Die Massage nutzt die Reaktion der Haut auf äußere Reize ebenfalls. Allerdings geht es bei einer Massage nicht nur ein angenehmes oder beruhigendes Wohlfühlgefühl. Stattdessen werden verschiedene Techniken und Griffe angewendet, um ganz gezielt bestimmte Impulse auszulösen, die eine heilende Wirkung entfalten sollen.

 

Die klassische Massage hat einen medizinischen Ansatz

Wenn der Arzt per Rezept eine Massage verordnet, so handelt es sich dabei um die klassische Massage. Die klassische Massage wird auch als schwedische Massage bezeichnet.

Diese Form der Massage ist geschützt und was die Einsatzgebiete und die Techniken angeht, gibt es ganz klare Regelungen. Zu den Handgriffen gehören beispielsweise streichende Bewegungen, die die Lymphflüssigkeit in den venösen Blutkreislauf zurückführen. Diese Technik ist auch als Lymphdrainage bekannt. Knetende Bewegungen wiederum bewirken, dass sich die Muskelfasern dehnen und entspannen. Ein Klopfen trägt ebenfalls zur Entspannung der Muskulatur bei und fördert gleichzeitig die Durchblutung.

Auch reibende Bewegungen kurbeln die Durchblutung an. Die Vibrationstechnik kommt zum Einsatz, wenn einerseits Entspannung gewünscht ist und andererseits Schmerzen gelindert werden sollen. Eine Massage ist aber immer auch eine Streicheleinheit für die Seele. Denn eine Massage beruhigt strapazierte Nerven und aktiviert die Produktion von Glückshormonen.

 

Bei Wellnessmassagen geht es um Tiefenentspannung

Eine klassische Massage hat immer einen medizinisch-therapeutischen Ansatz. Bei einer Wellnessanwendung ist das etwas anders. Hier geht es eher um eine Tiefenentspannung. Die Idee ist, den Körper und den Geist wieder in Einklang zu bringen, um auf diese Weise das Wohlbefinden zu steigern und Stress abzubauen.

Eine bekannte Wellnessanwendung ist die Aromatherapiemassage, bei der die Haut neben den Berührungen mit ätherischen Duftölen verwöhnt wird. Die Hot-Stone-Massage wiederum arbeitet mit warmen Steinen, die auf die Haut aufgelegt werden. Die Thai-, die Ayurveda-, die Klangschalen-, die Lomi Lomi- oder die Fußreflexzonenmassage sind weitere Beispiele für Anwendungen im Wellnessbereich. Solche Massagen sind natürlich nicht besser oder schlechter als die klassische Massage. Nur ist der Ansatz eben ein anderer.

 

5 Kriterien für einen guten Masseur

Das Angebot an Massagen ist riesig. Wer sich massieren lassen möchte, kann zum Physiotherapeuten gehen, aber genauso auch das Angebot von Thermen, Schwimmbädern, Wellness-Einrichtungen oder Massagestudios nutzen. Dabei ist es für den Laien gar nicht so einfach, zu beurteilen, welche Qualität die Anwendung hat. Allerdings gibt es ein paar Kriterien, die auf einen guten Masseur hinweisen:

 

  1. Die Qualifikation

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich entweder an einen Physiotherapeut oder an einen staatlich geprüften Masseur wenden. Beide haben eine anerkannte Ausbildung absolviert und erfolgreich eine Prüfung abgelegt. Diplome und Zertifikate, die den Masseur beispielsweise als Wellness-Masseur ausweisen oder ihm Kenntnisse bestimmter Massagetechniken bescheinigen, sagen nicht viel über seine Qualität aus.

Denn solche Diplome und Zertifikate kann letztlich jeder erwerben und die Kurse dauern mitunter nur wenige Stunden. Das heißt natürlich nicht zwangsläufig, dass der Wellness-Masseur nicht massieren kann und seine Massage nicht wohltuend ist. Allerdings wird die Massage eben bestenfalls eine angenehme Wohlfühlmassage sein.

 

  1. Das Vorgespräch

Ein guter und kompetenter Masseur führt ein Vorgespräch. Dabei befragt er den Gast nach seinen aktuellen gesundheitlichen Problemen und klärt, ob weitere Erkrankungen bestehen oder bestanden. Erst nachdem sich der Masseur einen Überblick über den Gesundheitszustand verschafft hat, empfiehlt er geeignete Anwendungen und beginnt danach mit der besprochenen Massage.

 

  1. Der Massageraum

Der Massageraum sollte mit Mobiliar ausgestattet sein, das ein bequemes Liegen oder Sitzen während der Massage ermöglicht. Eine alte, klapprige Massageliege ist kein gutes Zeichen. Zudem muss der Massageraum einen sauberen Eindruck machen und ordentlich gelüftet sein.

 

  1. Wahrung der Intimsphäre

Die Intimsphäre muss während der gesamten Behandlung gewahrt bleiben. Dazu gehört, dass die Tür zum Massageraum geschlossen ist und der Gast ein Handtuch bekommt, um seine Intimzonen abzudecken. Außerdem setzt sich ein guter Masseur nie über die Wünsche des Gastes hinweg. Wenn der Gast äußert, dass er sich bei einer bestimmten Behandlung unwohl fühlt, setzt der Masseur die Anwendung nicht gegen den Willen des Gastes fort.

 

  1. Die Kosten

Die Kosten für eine Massage können je nach Masseur, Einrichtung und Standort recht unterschiedlich ausfallen. Im Durchschnitt kostet eine gute Massage aber ungefähr einen Euro pro Minute.

Letztlich sollte der Gast aber immer auch auf sein Bauchgefühl hören. Denn eine Massage kann nur dann die gewünschte Wirkung erzielen, wenn der Gast abschalten, sich auf die Behandlung einlassen und die Anwendung genießen kann. Wenn sich der Gast bei einem Masseur nicht wohlfühlt oder ihm der Masseur unsympathisch ist, hilft auch die beste Qualifikation nichts.

 

Bei bestimmten Erkrankungen sind Massagen tabu

Eine Massage kann äußerst wohltuend sein und Beschwerden lindern. Allerdings gibt es Krankheitsbilder, die eine Massage ausschließen. Das ist unter anderem bei einer akuten Thrombose, bei einigen Gefäßerkrankungen wie arteriellen Durchblutungsstörungen, bei Erkrankungen des Lymphsystems und bei Herzproblemen der Fall.

Auch bei Diabetes, bei Hautkrankheiten und während einer Schwangerschaft kann eine Massage mehr schaden als nutzen. Im Zweifel sollte der Gast daher vor einer Massage Rücksprache mit seinem Arzt halten.

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