Was bietet eine Therme eigentlich?

Was bietet eine Therme eigentlich?

Ein Thermenbesuch ist ideal, um sich zu entspannen, die Seele baumeln zu lassen und neue Energie zu tanken. Doch was macht eine Therme aus?

Und was bietet eine Therme eigentlich?

Allein in Deutschland gibt es sehr viele Thermen und Thermalbäder. Doch was ist das Besondere an einer Therme? Und was unterscheidet ein Thermalbad von einem normalen Schwimmbad oder einem Erlebnisbad? Das entscheidende Merkmal, das eine Badeanstalt zu einer Therme macht, ist das Thermalwasser. Schon die Römer erkannten die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung von Wasser, das aus Thermalquellen stammt.

Um dieses Wasser zum Baden und zur Linderung von körperlichen Beschwerden nutzen zu können, bauten sie Badeanstalten um die Thermalquellen. Dieses Prinzip ist gleich geblieben. Auch heute noch stammt das Wasser in den Becken eines Thermalbads aus einer Thermalquelle. Bevor das Wasser aus der Quelle austritt, fließt es durch verschiedene Gesteinsschichten.

Dadurch reichert sich das Heilwasser mit unterschiedlichen Mineralstoffen und Salzen an. Die genaue Zusammensetzung der heilsamen und wohltuenden Mineralien hängt dabei natürlich immer davon ab, welches Gestein das Wasser durchfließt.

Nach einer Aufbereitung kommt das Thermalwasser dann in die Becken. Und weil das Thermalwasser vor allem für therapeutische Zwecke genutzt wird, befinden sich viele Thermen in Kurorten oder sind an Kureinrichtungen angeschlossen.

Im Unterschied dazu werden die Becken in einem normalen Schwimmbad in aller Regel nicht mit heilsamen Wasser aus einer Thermalquelle befüllt. Hier geht es auch weniger um die heilsame Wirkung von Wasser. Stattdessen stehen das reine Schwimmen und der Wasserspaß im Vordergrund. Erlebnisbäder gehen einen Schritt weiter und bieten verschiedene Einrichtungen wie beispielsweise Landschaften mit verschiedenen Wasserrutschen, die noch mehr unterhaltsame und spannende Wassererlebnisse garantieren.

Nur wenige Erlebnisbäder sind gleichzeitig auch Thermalbäder. Andersherum gibt es immer mehr Thermen, die als Erlebnisbäder konzipiert sind. Hintergrund hierzu ist, dass sich die Thermen im Zuge des Wellness-Booms von ihrem mitunter etwas angestaubten Image lösen und für ein breites Publikum attraktiv sein möchten.

In einem Thermalbad stehen die Gesundheit, die Erholung und das Wohlbefinden an erster Stelle. Aus diesem Grund haben Thermen weit mehr zu bieten als nur ein paar Becken mit heilsamem Thermalwasser. Das Angebot variiert zwar von Therme zu Therme ein wenig. Aber bestimmte Bereiche und Einrichtungen gehören zu jedem Thermalbad dazu. Wir haben im Folgenden aufgelistet, worauf sich der Besucher freuen kann.

 

Die Badelandschaft mit Innen- und Außenbecken

Das Herzstück jeder Therme ist die Badelandschaft. Sie umfasst mehrere Becken, die sich über den Innen- und den Außenbereich verteilen. Das Wasser in den Becken hat unterschiedliche Temperaturen, bewegt sich aber üblicherweise in einem Bereich zwischen 30 und 43 Grad Celsius. Zusätzlich dazu gibt es in einer Therme oft ein Becken mit kaltem oder gar eisigem Wasser.

Die Becken selbst sind mit Sitzflächen, Massagedüsen, Nackenduschen und Sprudelliegen ausgestattet. Neben den verschiedenen Pools gibt es in jeder Therme außerdem mindestens einen Whirlpool. Daneben bieten die Thermen, je nach Größe und Konzept, weitere Highlights wie beispielsweise ein Schwebebecken, eine Grotte oder einen Strömungskanal.

Ist die Therme mit einem Erlebnisbad kombiniert, sind die beiden Bereiche üblicherweise voneinander getrennt. Dadurch kann sich der Besucher in der Thermalbadelandschaft erholen und die wohltuende Ruhe genießen, während im Erlebnisbad spaßige Attraktionen warten.

 

Die Saunalandschaft

Neben der Thermalbadelandschaft wartet jede Therme auch mit einer Saunalandschaft auf. Wie großzügig die Saunalandschaft ist und wie viele verschiedene Saunaarten sie umfasst, ist von Therme von Therme verschieden. Eine sehr heiße, trockene Sauna, eine mildere Biosauna und ein Dampfbad sind aber fast schon Standard. Dazu kommen dann oft noch mehrere Themensaunen.

 

Die Ruhezonen

Meist nicht weit von der Saunalandschaft entfernt, befindet sich der Ruhebereich. Nachdem der Besucher die wohlige Wärme in der Sauna genossen und sich unter der Dusche abgekühlt hat, kann er es sich auf einer des gemütlichen Liegens bequem machen.

Eingekuschelt in einen Bademantel oder ein großes Handtuch, kann er sich entspannen, ein Buch lesen oder sich auch ein kleines Nickerchen gönnen. Weitere Ruhezonen gibt es üblicherweise in der Nähe der Innen- und Außenbecken. Auch hier kann sich der Besucher ein gemütliches Plätzchen suchen, um zwischendurch immer mal wieder eine Pause einzulegen.

 

Der Spa-Bereich

Ein weiterer Bereich, der in praktisch jeder Therme anzutreffen ist, ist der Spa-Bereich. Hier kann sich der Besucher einmal so richtig verwöhnen lassen und etwas für sein gutes Aussehen tun. Das Angebot reicht von Massagen über Wohlfühlbehandlungen bis hin zu Kosmetikanwendungen und Kuren.

 

Medizinische Angebote und Sportprogramme

In einer Therme spielt die Gesundheit eine zentrale Rolle. Deshalb arbeiten viele Thermalbäder mit Ärzten, Heilpraktikern und Krankengymnasten zusammen. Dadurch wird es möglich, medizinische Anwendungen und Therapien anzubieten, die auf die Bedürfnisse des Besuchers abgestimmt sind.

Außerdem steht ein kompetenter Ansprechpartner bereit, der dem Besucher bei Fragen weiterhelfen kann. Auch Sport- und Fitnessprogramme werden in größeren Thermen oft angeboten. Hier kann der Besucher dann entweder im hauseigenen Fitnessraum trainieren oder an einem der Kurse teilnehmen.

 

Die Gastronomie und der Hotelbetrieb

Einen ganzen Tag lang im warmem Wasser schwimmen, in die Sauna gehen und die vielen verschiedenen Anwendungen ausprobieren, macht hungrig. Damit es auch an kulinarischen Genüssen nicht fehlt, hält eine Therme meist ein umfangreiches gastronomisches Angebot bereit. Ob frisch gepresste Fruchtsäfte, kleine Snacks oder ein ganzes Menü: Der Besucher findet bestimmt etwas nach seinem Geschmack.

Generell sollte der Besucher mehrere Stunden einplanen, wenn er sich einen ausgiebigen Verwöhntag in der Therme gönnen möchte. Denn es macht wenig Sinn, von einer Anwendung zur nächsten zu hetzen. Hat der Besucher körperliche Beschwerden oder soll es ein Kurzurlaub sein, bietet es sich an, eine Therme mit angeschlossenem Hotel zu wählen.

So kann der Besucher gleich nach dem Frühstück in das Thermalbad schlendern, sich alles in Ruhe anschauen und den Tag gemütlich im Thermenhotel ausklingen lassen. Viele Thermen bieten sehr schöne Kombipakete, die neben der Übernachtung, der Verpflegung und dem Zutritt zur Therme auch die eine oder andere Anwendung beinhalten. So bucht der Besucher nicht nur ein tolles Verwöhnprogramm, sondern spart auch ein paar Euro.

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