Was ist Himalaya-Salz?

Was ist Himalaya-Salz?

Salz ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Immerhin kommt kaum ein Gericht ohne die Würze der kleinen, weißen Körner aus. Doch Salz ist weit mehr als nur ein Standardgewürz in der Küche.

Vielmehr kommt es in den unterschiedlichsten Bereichen zur Anwendung. So spielt Salz beispielsweise in Sachen Gesundheit und Beauty eine große Rolle.

Nicht umsonst werben Thermen und Thermalbäder mit ihrem heilsamen, salzhaltigen Wasser und haben Grotten, in denen Salzluft geatmet werden kann. Solebäder, Salzpeelings und Salzwasser-Trinkkuren wiederum gehören zu klassischen Anwendungen mit Salz.

Doch Salz ist nicht gleich Salz. Vielmehr reicht die Palette von Kochsalz über Meersalz bis hin zu Steinsalz. Dazu kommen noch die sogenannten Edelsalze. Und zu diesen Edelsalzen gehört auch das Himalaya-Salz. Nur: Was ist das eigentlich für ein Salz? Welche Inhaltsstoffe hat es? Wie wird es angewendet? Und warum ist das Salz rosa?

Diese und weitere Fragen rund um das angesagte Himalaya-Salz beantworten wir in diesem Beitrag:

 

Was ist Himalaya-Salz?

Himalaya-Salz ist ein unraffiniertes Steinsalz. Entstanden aus abgelagertem und verdunstetem Meerwasser, wird es natürlich und chemiefrei abgebaut. Sein Name führt jedoch in die Irre. Denn Himalaya-Salz stammt nicht aus dem Gebirge Himalaya. Stattdessen kommt es aus Salzminen in Pakistan. Ein Teil des Himalayas liegt zwar in Pakistan, doch die Salzminen befinden sich weiter südlich.

Die Bezeichnung Himalaya soll zum Ausdruck bringen, dass das Salz unbehandelt auf den Markt kommt und sehr rein ist. Denn die Meere, die es vor Jahrmillionen in dieser Gegend gab und die das Salz hinterlassen haben, waren sehr sauber. Im Unterschied zu den meisten anderen Meersalzen muss Himalaya-Salz deshalb nicht gereinigt werden. Es genügt, das Salz in Salzwasser auszuwaschen. Danach wird es an der Sonne getrocknet. Andere Namen für das rosafarbene Edelsalz sind Alexandersalz, Kaisersalz und Hunza-Kristallsalz.

Apropos rosa: Die charakteristische Farbe entsteht durch den hohen Eisenanteil. Als eine Art natürlicher Rost färbt das enthaltene Eisen die Salzkristalle nämlich in einem Farbspektrum ein, das von Rosa bis Orange reicht.

 

Welche Inhaltsstoffe hat Himalaya-Salz?

Mit 95 bis 98 Prozent ist Natriumchlorid der Hauptbestandteil von Himalaya-Salz. Dazu kommen Eisen, Magnesium, Kalium, Kalzium, Schwefel und andere Mineralstoffe. Sie machen etwa zwei bis vier Prozent des Salzes aus. Jod und Fluorid sind ebenfalls enthalten, wenn auch in verschwindend geringen Mengen.

Verglichen mit anderen Salzen ist Himalaya-Salz ziemlich teuer. Während ein Kilo herkömmliches Kochsalz weniger als 50 Cent kostet, werden für ein Kilo des rosafarbenen Edelsalzes zwischen zehn und 20 Euro fällig. Ein Grund für diesen hohen Preis ist, dass Himalaya-Salz in Handarbeit abgebaut wird.

Ein anderer Grund ist aber sicher auch, dass das Salz einen Hauch Exotik mitbringt und als angesagtes Trendprodukt auf der Wellness- und Gesundheitsschiene mitschwimmt. Jedenfalls ist Himalaya-Salz in drei Formen erhältlich, nämlich fein gemahlen, als grobes Granulat und in größeren Brocken.

 

Wie wirkt sich Himalaya-Salz auf die Gesundheit aus?

Die Liste an positiven Eigenschaften, die dem Himalaya-Salz zugeschrieben werden, ist lang. So soll das rosafarbene Natursalz

  • den Blutdruck senken,
  • den Blutzuckerspiegel regulieren und daher auch für Diabetiker vorteilhaft sein,
  • die Lungen reinigen und asthmatische Beschwerden lindern,
  • die Knochen kräftigen,
  • das Immunsystem stärken,
  • Schlafstörungen mildern,
  • Muskelkrämpfen entgegenwirken und die Muskelspannung fördern,
  • die Libido ankurbeln,
  • eine Anti-Aging-Wirkung haben.

Wissenschaftliche Belege für die gesundheitlichen Auswirkungen gibt es bislang aber nicht. Und Kritiker sind der Meinung, dass Himalaya-Salz genauso gesund ist wie alle anderen naturbelassenen Mineral- und Meersalze auch.

Tatsächlich ist es schwer zu beurteilen, ob ein Salz gesünder oder ungesünder ist als andere Salze. Grundsätzlich sind reine Salze zwar im Vorteil, denn sie enthalten keine nachträglich hinzugefügten Zusatzstoffe. Naturbelassenen Salzen wiederum wurden im Zuge der Raffinierung auch keine natürlichen Inhaltsstoffe entzogen. Insofern kann Himalaya-Salz an dieser Stelle punkten.

Doch wenn der Salzkonsum zu hoch ist, ist jedes Salz ungesund. Experten empfehlen, pro Tag nicht mehr als sechs Gramm Salz zu sich zu nehmen. Das entspricht ungefähr einem gestrichenen Teelöffel.

 

Welche Anwendungen mit Himalaya-Salz gibt es?

Himalaya-Salz kommt in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz. So wird es keineswegs nur in der Küche verwendet. Stattdessen wird das rosafarbene Natursalz auch im Gesundheits-, Wellness- und Beautybereich genutzt.

 

Zubereitung von Speisen

In der Küche dient Himalaya-Salz als edle Würze. Als Ersatz für das klassische Kochsalz ist es allein schon wegen des hohen Preises zwar nicht unbedingt geeignet. Aber um den Gerichten den letzten Schliff zu geben oder um erlesene Zutaten noch hochwertiger zu machen, ist Himalaya-Salz sicher keine schlechte Wahl. Das rosafarbene Natursalz schmeckt intensiver und aromatischer als herkömmliches Haushaltssalz. Um den Unterschied herauszuschmecken, braucht es dann aber doch eine sehr feine Zunge.

Praktisch und dekorativ zugleich wiederum sind dicke Platten aus Himalaya-Salz. Diese Platten bestehen aus zusammengepressten Salzkristallen und können gekühlt, gefroren und erhitzt verwendet werden. Auf abgekühlten Salzplatten werden beispielsweise Gemüse, Salate oder Käse serviert, auf gefrorenen Platten lassen sich Obst und Nachspeisen originell in Szene setzen. Erhitze Salzplatten sorgen durch ihre hohe Dichte für eine gute Wärmeverteilung. Sie eignen sich deshalb prima, um Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte oder Gemüse darauf anzubraten und stillvoll zu präsentieren.

 

Hautpflege

Ist die Haut trocken oder neigt sie zu Unreinheiten, allergischen Reaktionen, Schuppenflechte und Ekzemen, kann Himalaya-Salz Abhilfe schaffen. Der sehr hohe Gehalt an Natriumchlorid begünstigt nämlich die Abheilung von Entzündungen. Für die Lösung werden etwa zwei Esslöffel Salz in einem Liter warmem Wasser aufgelöst.

Anschließend wird die Lösung auf das Gesicht, das Dekollete und andere angegriffene Hautstellen aufgetupft. Wird die Anwendung morgens und abends durchgeführt, sollten sich nach etwa einer Woche erste Effekte zeigen und die Haut sollte beruhigter, glatter und weicher wirken.

 

Solebad

Ein Bad im Salzwasser entspannt und verhilft zu einer schönen Haut. Die salzhaltigen Dämpfe öffnen und reinigen außerdem die Atemwege. Wer sich das heilsame Wasser, mit dem auch die Becken in Thermen und Thermalbädern befüllt sind, in die eigenen vier Wände holen möchte, kann in seine Badewanne etwa 37 Grad warmes Wasser fließen lassen.

In das Wasser wird dann ungefähr ein halbes Kilo Himalaya-Salz gegeben. Die optimale Badedauer bei einem Solebad beläuft sich auf 15 bis 20 Minuten.

 

Luftreinigung

Seit einiger Zeit werden im Handel auch Lampen aus Himalaya-Salz angeboten. Die Lampen sehen durch ihre natürlichen Formen und die hübsche Färbung aber nicht nur dekorativ aus. Vielmehr sollen sie vor allem die Luft reinigen, indem sie positive Ionen und Strahlen von Elektrogeräten filtern.

 

Trinkkuren

Himalaya-Salzwasser ist ein angesagtes Trendgetränk und wird als der neue Superdrink gefeiert. Die Sole, für die Himalaya-Salz in Wasser aufgelöst wird, soll jede Menge Energie für den Tag liefern, das Hautbild verbessern und langfristig zu einem gesunden Schlaf verhelfen.

Dafür wird jeden Morgen ein Glas der Salzlösung getrunken. Wissenschaftlich fundierte Nachweise für die positiven Wirkungen auf die Gesundheit gibt es aber nicht. Und fraglich bleibt, ob eine zusätzliche Salzzufuhr bei unserem ohnehin schon tendenziell zu hohen Salzverzehr wirklich sinnvoll ist.

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