8 Fragen zum Dampfbad

8 Fragen zum Dampfbad

Angenehm warme Nebelschwaden, ein Duft nach frischen Kräutern und wohltuende Entspannung: Der Besuch eines Dampfbades gehört für viele bei einem Wellness-Tag unbedingt dazu. Doch wie wirkt ein Dampfbad eigentlich? Ist es genauso gesund wie die Sauna? Und welche Arten von Dampfbädern gibt es? Wir beantworten acht Fragen zum Dampfbad!

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8 Fragen zum Dampfbad

  1. Welche Temperaturen herrschen in einem Dampfbad?

Im Dampfbad sind die Temperaturen eher gemäßigt. Gleichzeitig ist das auch ein großer Unterschied zur Sauna. Denn während es in der Sauna zwischen 80 und weit über 100 Grad heiß sein kann, wird es im Dampfbad nur 40 bis 55 Grad warm.

Dazu kommt im Dampfbad eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, die bis fast an die 100 Prozent heranreichen kann. Die Luftfeuchtigkeit entsteht durch Aufgüsse. Dabei trifft Wasser auf heiße Steine, verdampft und sorgt so für den charakteristischen dampfartigen Nebel.

  1. Welche Wirkungen hat ein Dampfbad?

Im Dampfbad legt sich der warme Wasserdampf auf die Haut und verhindert damit ein starkes Schwitzen. Weil der Körper den Schweiß nicht nutzen kann, um sich abzukühlen, heizt er sich auf. Luftzufuhr mit einem Wedel verstärkt diesen Effekt zusätzlich.

Der Wasserdampf bewirkt, dass sich die Poren öffnen und die Haut besser durchblutet wird. Auch der Stoffwechsel wird angeregt. Weil die Schleimhäute gut befeuchtet werden, werden die Atemwege frei. Der Zusatz von Kräutern und auch ein Sole-Dampfbad mit Salzwasser verstärkt diese Wirkung.

Die angenehme Wärme im Dampfbad löst außerdem Verspannungen. Nach einem intensiven Sportprogramm kann das Dampfbad die Regeneration unterstützen und einem Muskelkater vorbeugen. Und das Dampfbad wirkt insgesamt wohltuend und entspannend. Die kurze Auszeit hilft dabei, Stress abzubauen und zur Ruhe zu kommen.

  1. Welche Arten von Dampfbädern gibt es?

Ähnlich wie die Sauna gibt es auch das Dampfbad in vielen verschiedenen Varianten. Eine gängige Form, die in vielen Thermen zu finden ist, ist das Caladarium. Das Caladarium ist ein römisches Dampfbad mit einer Luftfeuchtigkeit von fast 100 Prozent. Bei Atemwegserkrankungen wird diese Variante gerne genutzt.

Wer die feuchte Schwüle im Caladarium nicht so gut verträgt, kann auf das Tepidarium ausweichen. Das Tepidarium ist ein Wärmeraum mit einer Temperatur um die 40 Grad. Das Tylarium wiederum ist ein Zwischending zwischen mildem Dampfbad und klassischer Sauna.

Im Sole-Dampfbad verdampft Salzwasser. Die warme und feuchte Salzluft wirkt positiv auf die Haut und die Atemwege. Im Kräuter-Dampfbad können verschiedenste Kräuter zum Einsatz kommen, die dann entsprechende Wirkungen entfalten. Leuchten und Lichter in verschiedenen Farben kombinieren das Dampfbad im Licht-Dampfbad mit einer Art Lichttherapie.

Das türkische Dampfbad Hamam umfasst mehrere Räume. Die Anwendung beinhaltet neben dem eigentlichen Dampfbad eine Reinigung und eine Massage. Die russische Variante des Dampfbades ist die Banja.

Hier sorgt das Abklopfen mit Birkenzweigen dafür, dass die Durchblutung zusätzlich in Gang kommt. Im Unterschied zu den anderen Dampfbad-Arten entsteht im irischen Dampfbad kein Nebel. Das liegt daran, dass regelmäßig frische Luft zugeführt wird.

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  1. Wer ist im Dampfbad besser aufgehoben als in der Sauna?

Letztlich ist natürlich alles eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Vorlieben. Generell eignet sich das Dampfbad aber gut für Anfänger, die sich langsam an die Temperaturen gewöhnen und allmählich dann bis zur klassischen Sauna steigern möchten.

Auch Personen mit Herz-Kreislauf-Beschwerden sind im Dampfbad deutlich besser aufgehoben. Denn das Dampfbad ist schonender als die Sauna. Trotzdem sollte sicherheitshalber Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Bei Atemwegserkrankungen ist das Dampfbad ebenfalls die bessere Wahl.

Die hohe Luftfeuchtigkeit wird als wohltuender empfunden als die trockene Hitze in der Sauna. Zudem unterstützt der Wasserdampf, dass die Atemwege frei werden.

Wer es gerne warm, aber eben nicht heiß hat, wird ein Dampfbad mehr genießen als die Sauna. Doch wer sich eine intensive Schwitzkur wünscht, ist mit der Sauna besser beraten. Denn im Dampfbad wird weit weniger geschwitzt.

  1. Wie viele Durchgänge sind sinnvoll und wie lange sollten sie dauern?

Für das Dampfbad wird Ähnliches empfohlen wie beim Saunabesuch: Ein Gang ins Dampfbad sollte ungefähr 15 bis 20 Minuten andauern. Insgesamt sollten es drei Dampfbad-Gänge sein, jeweils mit einer halben Stunde Ruhepause dazwischen.

Doch solche Empfehlungen sind natürlich nur Anhaltspunkte. Wer sich unwohl fühlt oder wem schwindelig wird, der sollte das Dampfbad sofort verlassen. Genauso kann es bei einem längeren Aufenthalt oder nur zwei Wiederholungen bleiben. Maßgeblich ist immer das eigene Wohlbefinden.

  1. Wie geht es nach dem Dampfbad weiter?

Sowohl vor als auch nach jedem Dampfbad-Durchgang geht es unter die Dusche. Danach sollte sich der Badegast in ein Handtuch oder einen Bademantel einkuscheln, es sich im Ruhebereich gemütlich machen und ein wenig entspannen.

Das Dampfbad kann aber auch einen Saunatag einleiten. Der Körper gewöhnt sich im Dampfbad an die Wärme und ist so gut auf die Hitze in der Sauna vorbereitet.

  1. Welches Dampfbad bietet sich bei einer Erkältung an?

Wenn sich eine Erkältung ankündigt, kann ein Dampfbad Linderung verschaffen. Vor allem ein Kräuterdampfbad mit Aromen wie Eukalyptus, Minze oder Salbei bietet sich dann an.

Sind die Atemwege zu, ist ein Dampfbad mit Salzwasser hilfreich. Auch bei leichten Halsschmerzen ist die warme und feuchte Luft wohltuend. Zudem fördert das Dampfbad generell die Immunabwehr und entspannt.

  1. Wann sollte besser auf einen Dampfbad-Besuch verzichtet werden?

Das Dampfbad ist zwar deutlich milder und schonender als die Sauna. Trotzdem sollte auf einen Besuch verzichtet werden, wenn eine akute Erkrankung besteht. Bei chronischen Krankheiten ist es ratsam, sich mit dem Arzt abzusprechen. Er kann beurteilen, ob der Körper mit der feuchten Wärme zurechtkommt und davon profitiert.

Bei einer stärkeren Erkältung oder gar Fieber ist das Dampfbad tabu. Denn die Belastung für den Körper könnte zu groß sein und das Dampfbad so mehr schaden als nutzen.

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Armin Seckmann, 41 Jahre, Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, 38 Jahre, Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, 37 Jahre, Wellness Beraterin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheit.

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