5 Fragen zum Hamamtuch

5 Fragen zum Hamamtuch

Hamamtücher sind schwer angesagt. Es gibt kaum ein Wellness- oder Lifestyle-Magazin, das nicht über die Tücher berichtet. Und auch wer seinen Blick durch ein Schwimmbad, eine Therme oder über den Strand streifen lässt, begegnet den großen, bunten, dünnen Baumwolltüchern. Aber was genau ist ein Hamamtuch eigentlich? Wo kommt es her? Und warum ist es so beliebt? Wir beantworten fünf Fragen zum Hamamtuch!

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5 Fragen zum Hamamtuch

  1. Was ist ein Hamamtuch und wo kommt es her?

Eine erste Erwähnung findet ein vergleichbares Badetuch im antiken Rom. In den vielen Badehäusern der Stadt wurde das Tuch verwendet. Später wurde das Tuch in die türkische Badekultur übernommen. Weil das Tuch ein fester Bestandteil beim traditionellen türkischen Dampfbad – dem Hamam – wurde, hat das klassische Hamamtuch ebenfalls türkische Wurzeln.

Tatsächlich wird bis heute ein Großteil aller Hamamtücher in der Türkei produziert. Ein anderer Name für das Hamamtuch ist Pestemal.

Ein Hamamtuch ist ein weiches und leichtes Handtuch. Es besteht aus reiner Baumwolle und hat Fransen an beiden Enden. Inzwischen sind die Tücher in verschiedenen Größen, unterschiedlichen Farben und zahlreichen Mustern erhältlich.

Weil die Tücher für das türkische Dampfbad entwickelt wurden, sind ihre Eigenschaften optimal auf die feuchte Umgebung in den Baderäumen abgestimmt.

  1. Was zeichnet ein Hamamtuch aus?

In türkischen Badehäusern sind Hamamtücher unverzichtbar. Im Dampfbad oder in der Sauna binden sich Männer das traditionelle Tuch wie einen Lendenschurz um die Hüften, während Frauen ihren ganzen Körper mit dem Tuch bedecken. Insofern ähnelt das Hamamtuch einem klassischen Saunatuch.

Ein charakteristisches Merkmal von Hamamtüchern ist, dass sie aus reiner Baumwolle bestehen. Weil die Fasern sehr fein verarbeitet sind, ist das Gewebe dünner und leichter als bei einem herkömmlichen Handtuch.

Außerdem lässt sich ein Hamamtuch gut um den Körper wickeln und platzsparend zusammenfalten. Die Baumwolle sorgt dafür, dass das Tuch sehr saugfähig ist und schnell trocknet. Die meisten Tücher können bei bis zu 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.

  1. In welchen Varianten gibt es das Hamamtuch?

Hamamtücher sind in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Die Standardgröße beträgt etwa 100 x 180 cm. Ein Tuch in dieser Größe eignet sich gut, um sich in der Sauna oder dem Dampfbad bequem hinzusetzen, zurückzulehnen oder hinzulegen, ohne die Bank dabei zu berühren.  Etwas schmalere oder insgesamt kleinere Tücher können verwendet werden, um sich darin einzuwickeln oder sich damit abzutrocknen.

Ein traditionelles Hamamtuch besteht aus reiner Baumwolle, seltener auch aus Leinen. Der Stoff ist sehr fein gewebt und dadurch weich und glatt. Allerdings sind auch Tücher mit zwei unterschiedlichen Seiten erhältlich.

Die eine Seite ist glatt und fein, während die andere Seite aus Frottee besteht. Frottee wird ebenfalls aus Baumwolle gefertigt, nur werden die Fasern in Schlingen gewebt. Dadurch ergibt sich ein flauschiges, wärmendes und besonders saugfähiges Gewebe.

Was die Farben und Muster angeht, ist die Auswahl groß. Von einfarbigen Modellen in zarten Pastelltönen über Streifenmuster bis hin zu farbenfrohen Designs mit orientalischen Ornamenten ist so ziemlich alles vertreten.

Ein typisches Merkmal und zugleich dekoratives Element vom Hamamtuch sind die Fransen an den Kanten.

  1. Wie kann ein Hamamtuch verwendet werden?

Ursprünglich fanden und finden Hamamtücher natürlich im Hamam Verwendung. Besucht der Gast ein türkisches Dampfbad, wird ihm ein Pestemal überreicht. Aber die schönen Baumwolltücher lassen sich darüber hinaus sehr vielfältig einsetzen.

In der Sauna oder im Dampfbad ist ein Hamamtuch eine gute Alternative zum normalen Saunahandtuch. Denn das Hamamtuch saugt die Feuchtigkeit und den Schweiß gut auf. Gleichzeitig ist es weich, leicht, trocknet schnell und ist weniger voluminös. Dank der Größe lässt es sich bequem um den Körper binden oder auf die Sitzfläche legen.

Daneben kann das Hamamtuch den Bademantel ersetzen oder nach dem Duschen zum Abtrocknen als Badetuch zum Einsatz kommen. Als Decke am Strand, auf einer Wiese oder bei einem Picknick ist das Hamamtuch ebenfalls prima geeignet.

Auch als Begleiter auf Reisen und bei Ausflügen sind Hamamtücher sehr praktisch. Denn die fein gewebten Tücher sind leicht und lassen sich klein zusammenfalten. Dadurch nehmen sie in der Tasche oder im Koffer kaum Platz weg.

Doch Hamamtücher werden gerne auch in Bereichen verwendet, die nichts mit Baden und Wellness zu tun haben. So kommen sie zum Beispiel als dünne Sommerdecken auf der Couch, als Tagesdecken auf dem Bett oder als Tischdecken zum Einsatz. Als Pareo, Stola oder Halstuch sind die chicen Baumwolltücher ebenfalls gefragt.

  1. Warum sind Hamamtücher so beliebt?

Verglichen mit einem gewöhnlichen Handtuch, hat ein Hamamtuch mehrere Vorteile. Durch das Baumwollgewebe können die Tücher viel Feuchtigkeit aufnehmen und trocknen gleichzeitig sehr schnell. Hinzu kommt das geringe Eigengewicht und das kompakte Format, auf das sich die Tücher zusammenlegen lassen.

Außerdem kann ein Hamamtuch in der Waschmaschine gewaschen werden und verträgt dabei durchaus auch höhere Temperaturen. Und nicht zuletzt sieht ein Hamamtuch einfach hübscher aus und ist vielseitigerer einsetzbar als ein schnödes Handtuch.

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Armin Seckmann, - Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, - Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, - Wellness Beraterin, Christian Gülcan - Betreiber und Redakteur dieser Webseite und Murat Gülcan, Wellness- & Spa Fan der in 20 Jahren sämtliche Thermalquellen bereiste, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheitsthemen.

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