Was ist ein Danarium?

Was ist ein Danarium?

Fast jedes Thermalbad und jede größere Therme hat auch eine Saunalandschaft zu bieten. Dabei umfasst so eine Landschaft Saunen in verschiedenen Varianten. Neben der klassischen finnischen Sauna können das zum Beispiel eine russische Sauna, eine Biosauna, ein römisches Dampfbad oder ein Hamam sein.

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Was ist ein Danarium

Eine weitere Variante ist das Danarium. Durch die recht milde Temperatur und die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit ermöglicht das Danarium Saunagänge ohne körperliche Anstrengung.

Wir stellen diese Form der Sauna einmal genauer vor:

Was ist ein Danarium?

Beim Danarium handelt es sich um eine milde Sauna in Form eines Dampfbades. Ähnlich wie bei der Biosauna wird mitunter auch von einem feuchten Warmluftbad gesprochen.

Die Temperatur bewegt sich in einem Rahmen zwischen 45 und 65 Grad Celsius. Damit ist es im Danarium längst nicht so heiß wie zum Beispiel in einer finnischen Sauna, in der Temperaturen zwischen 85 und 95 Grad Celsius üblich sind. Die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 60 Prozent.

Die Bedingungen im Danarium sorgen dafür, dass die Wärme gut vertragen wird.

Für diejenigen, denen die klassische Sauna zu anstrengend ist oder aufgrund von Erkrankungen wie Entzündungen, akuten Infektionskrankheiten oder Herz-Kreislauf-Problemen nicht in Frage kommt, kann das Danarium eine schöne Alternative sein.

Anders als in einer klassischen Sauna bestehen die Wandverkleidungen und Sitzbänke im Danarium nicht aus Holz. Stattdessen sind sie, wie im Dampfbad oft üblich, meist aus Stein oder Mosaikfliesen gearbeitet.

Die gesundheitlichen Effekte

Im Danarium ist es nie wärmer als 65 Grad. Doch diese Temperatur reicht aus, um alle die positiven Effekte zu erzielen, die auch ein normaler Saunagang mit sich bringt.

Die milde Hitze lässt die Körpertemperatur ansteigen und bringt den Körper ins Schwitzen. Dieses sogenannte künstliche Fieber hat dabei die gleiche Wirkung wie ein echtes Fieber.

So steigt die Anzahl der Hitzeschock-Proteine und die Immunzellen werden aktiviert. Beide sind wichtig, um Infekte abzuwehren und das Immunsystem insgesamt zu stärken.

Die warme Luft weitet außerdem die Blutgefäße, die sich in der Kälte dann wieder zusammenziehen. Dieses Gefäßtraining bringt nicht nur den Kreislauf in Schwung und kurbelt den Stoffwechsel an, sondern entspannt auch die Muskulatur.

Die Muskeln und die Gelenke werden beweglicher, was zum Beispiel bei leichten rheumatischen Beschwerden Linderung verschaffen kann. Auch die Haut profitiert vom Gefäßtraining. Sie wird elastischer, straffer und altert langsamer.

Ein weiterer Effekt ist die schonende und zugleich sehr gründliche Körperreinigung. Denn die Wärme aktiviert die Schweißdrüsen. Das Schwitzen führt dazu, dass die oberste Hornschicht der Haut aufquillt.

Die verhornten Hautschüppchen lösen sich und können dann zusammen mit anderen Giftstoffen unter der Dusche einfach abgewaschen werden.

Kein lästiger Dampf

Viele gehen ungern in Dampfbäder, weil sie den nebligen Dampf nicht mögen. Auch für sie ist das Danarium gut geeignet. Denn bei einer Luftfeuchtigkeit von rund 60 Prozent entsteht kein Dampf. Trotzdem reicht die Luftfeuchtigkeit aus, um eine reinigende Wirkung auf die Atemwege zu erzielen.

Die Lungen und die Bronchien sind mit feinen Härchen ausgestattet. Diese sind eigentlich wichtige Filter. Nur können sich in den Härchen eben auch Keime festsetzen, die Atemwegserkrankungen auslösen.

Die feuchte Luft hilft dabei, die Härchen gewissermaßen zu reinigen. Und das kann Husten, Bronchitis und ähnlichen Beschwerden vorbeugen.

Eine Wohltat für Körper und Seele

Ein Aufenthalt im Danarium ist nicht nur gesund, sondern fördert auch die Entspannung, den Stressabbau und das Wohlbefinden. In der lauschigen Wärme fällt es leicht, sich zurückzulehnen, abzuschalten und die kleine Auszeit zu genießen. Im entspannten Zustand schüttet der Körper Glückshormone aus, was natürlich auch der Psyche zugute kommt.

Um den Wellness-Faktor zusätzlich zu erhöhen, werden im Danarium oft ätherische Öle eingesetzt. Die Essenzen aus Kräutern und Blüten können entspannend oder anregend wirken. Auf jeden Fall sorgen sie aber für einen herrlichen Duft.

Auch eine spezielle Beleuchtung ist oft anzutreffen. Bei der Lichttherapie wird der Raum in verschiedene Farben getaucht, die die Stimmung unterschiedlich beeinflussen.

Manchmal finden auch im Danarium Aufgüsse statt. Anders als in der klassischen Sauna setzt sie der Saunameister aber sehr dosiert ein und lässt vor allem das Verwedeln weg.

Dadurch erhöht sich die Temperatur kaum. Der Effekt eines Aufgusses besteht in erster Linie darin, dass die ätherischen Öle ihr angenehmes Aroma intensiver entfalten.

Wie ist der Ablauf im Danarium?

Prinzipiell unterscheidet sich der Ablauf nicht von einem klassischen Saunagang. Der einzige Unterschied ist, dass die Verweildauer im Danarium mit etwa 15 bis 30 Minuten länger ist als in der normalen Sauna. Möglich ist das deshalb, weil die milde Hitze den Kreislauf schont, nicht anstrengt und weit weniger ermüdet.

Ein Saunagang beginnt mit einer gründlichen Dusche. Danach folgt die Schwitzphase im Danarium.

Daran schließt sich die Abkühlphase und eine Ruhephase an. Diese beiden Phasen dauern jeweils etwa eine Viertelstunde. Der ganze Ablauf wird anschließend noch ein- oder zweimal wiederholt.

Allerdings sind das nur ungefähre Richtwerte. Letztlich muss jeder Saunagänger in Abhängigkeit von seiner körperlichen Verfassung und der Tagesform für sich selbst herausfinden, welcher Rhythmus ihm gut tut.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Armin Seckmann, 41 Jahre, Masseur und medizinischer Bademeister, David Kurz, 38 Jahre, Fachangestellter Bäderbetriebe, Melanie Kolenz, 37 Jahre, Wellness Beraterin, sowie Christian Gülcan Betreiber und Redakteur dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes und Ratgeber zu Thermalbädern, Wellness und Gesundheit.

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