Badekugeln selber machen – so geht’s

Badekugeln selber machen – so geht’s

Ein Tag im Thermalbad ist natürlich Entspannung und Verwöhnprogramm pur. Doch manchmal ist ein Thermenbesuch einfach nicht drin. In diesem Fall kann die heimische Badewanne kurzerhand zum Home Spa umfunktioniert werden.

Badekugeln Rezept

Für den richtigen Verwöhnmoment sorgen dann Badekugeln, die das Wasser wunderbar sprudeln lassen, einen tollen Duft verströmen und die Haut mit pflegenden Inhaltsstoffen versorgen.

Und wie solche Badekugeln ganz einfach selbst hergestellt werden können, verrät die folgende Anleitung!:

Übrigens:

Die Badekugeln eignen sich prima auch als Geschenk. Und sie können als Gutschein für einen Thermenbesuch eingesetzt werden. So wird der Gutschein nicht nur originell, sondern gibt auch gleich einen kleinen Vorgeschmack auf den Wellnesstag.

 

Die Zutaten für die selbstgemachten Badekugeln

  • 200 g Natron
  • 100 g Zitronensäure
  • 50 g Speisestärke
  • 75 g Kakao- oder Sheabutter
  • Lebensmittelfarbe, ätherische Öle sowie Deko- und Pflegezusätze wie getrocknete Blütenblätter, Honig, Milchpulver, Kräuter oder Glitter nach Wunsch

Je nach Größe reichen die Zutaten für vier bis sechs Badekugeln. Sollen es gleich mehr Badekugeln kann, kann die Menge natürlich einfach entsprechend erhöht werden.

An Hilfsmitteln und Werkzeugen werden ein kleiner Topf, Schüsselchen zum Anrühren der Masse und ein Löffel benötigt. Wer die Kugeln nicht von Hand formen möchte, kann beispielsweise auf Ausstechformen für Plätzchen, Sandkasten-Formen, einen Eiswürfelbehälter oder ein Muffin-Blech zurückgreifen. Ganz professionell wird es mit speziellen Formen für Badekugeln.

 

Ein Wort zu den Zutaten

Im Grundrezept verwenden wir Kakao- oder Sheabutter und damit ein festes Fett. Eine Alternative dazu ist Kokosfett. Durch das feste Fett erhält die Masse eine etwas festere Konsistenz. Bei den ersten Versuchen ist sie deshalb leichter zu verarbeiten.

Wer möchte, kann anstelle von festem Fett aber auch mit einem pflegenden Öl arbeiten. Mandel-, Nuss- oder Olivenöl beispielsweise eignen sich gut. Genauso ist möglich, je zur Hälfte ein festes Fett und ein Öl zu verarbeiten. Oder die Fette in einem anderen Verhältnis miteinander zu mischen. Hier ist also durchaus ein wenig Experimentieren erlaubt.

Auch was die Zusätze angeht, kann das Rezept nach Lust und Laune angepasst werden. Sollen die Badekugeln schön duften, können ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl hinzugefügt werden. Getrocknete Blütenblätter und Kräuter wiederum sorgen für einen schönen Duft und eine hübsche Optik. Farbenfroh werden die Badekugeln, wenn sie mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden. Milchpulver und Honig erhöhen den Pflegefaktor.

 

Der Sprudel der Badekugeln

Dass die Badekugeln wunderbar sprudeln, wenn sie ins Badewasser kommen, ist keine Zauberei. Tatsächlich ist der Sprudel nämlich nichts anderes als eine chemische Reaktion. Aber keine Sorge: Die chemische Reaktion ist völlig ungefährlich!

Doch damit der gewünschte Effekt entsteht, muss das Verhältnis zwischen Natron und Zitronensäure stimmen. Diese beiden Zutaten sind nämlich die Hauptdarsteller in Sachen Sprudel. Und Ihr Verhältnis muss 2 : 1 betragen, also immer doppelt soviel Natron wie Zitronensäure.

 

Badekugeln selber machen  – so geht’s

Nun aber genug der Vorrede! Stehen alle Zutaten bereit, kann die Produktion der Badekugeln beginnen…

 

  1. Schritt: das Fett schmelzen

Als erstes muss die Kakao- oder Sheabutter verflüssigt werden. Dazu wird die entsprechende Menge abgewogen und in einen kleinen Topf gegeben. Bei niedriger Temperatur wird das Fett dann langsam erwärmt. Die Kakao- oder Sheabutter soll aber nicht warm, sondern nur flüssig sein. Ist sie zu warm, würde sie gleich mit der Zitronensäure und dem Natron reagieren. Das Ergebnis wäre viel Schaum in der Schüssel und die Masse wäre hinüber. Deshalb sollte der Topf gleich vom Herd genommen werden, wenn das Fett flüssig ist.

 

  1. Schritt: die Masse anmischen

Nun werden das Natron, die Zitronensäure und die Speisestärke abgewogen und in einer Schüssel miteinander vermischt. Wichtig ist, dass es zwei Teile Natron und ein Teil Zitronensäure sind. Die Speisestärke sorgt dafür, dass die Badekugeln zusammenhalten.

Zu den trockenen Zutaten wird nun die flüssige Kakao- oder Sheabutter gegeben. Anschließend werden die Zutaten gut miteinander verknetet. Die Konsistenz der Masse ist ungefähr mit feuchtem Sand vergleichbar. Es entsteht also keine feste, homogene Masse, sondern ein eher krümeliger, leicht fettiger Teig. Sollte die Masse zu trocken sein, wird etwas Fett hinzugefügt. Ist die Masse zu feucht geworden, kommt etwas Speisestärke dazu.

 

  1. Schritt: die Masse nach Belieben verfeinern

Im Prinzip ist die Masse für die Badekugeln jetzt schon fertig. Doch natürlich muss sie nicht so pur bleiben. Stattdessen kann sie verfeinert werden:

  • Für bunte Badekugeln wird etwas Lebensmittelfarbe hinzugefügt. Ob es eine flüssige Farbe oder eine Farbe in Pulverform ist, spielt keine Rolle. In beiden Fällen wird die Masse gut durchgeknetet, bis sie gleichmäßig eingefärbt ist. Wer möchte, kann die Masse auch aufteilen und unterschiedlich einfärben. Wenn die bunten Massen später zusammengefügt und geformt werden, entstehen auf diese Weise farbenfrohe Badekugeln mit schönen Mustern.
  • Ein paar Tropfen von einem ätherischen Öl verleihen den Kugeln und später dem Badewasser einen tollen Duft. Das Öl wird in die Masse getropft und eingeknetet.
  • Rosenblätter, Lavendelblüten und andere getrocknete Blumen oder Kräuter verleihen den Badekugeln eine chice Optik.
  • Ein tolles Aussehen und einen schönen Duft bekommen die Kugeln, wenn die Masse mit Zimt, Sternanis, Kaffeepulver oder auch Orangen- oder Zitronenschale gewürzt wird.
  • Edel werden die Badekugeln, wenn Glitter in die Masse eingearbeitet wird.
  • Ein Teelöffel Honig oder Milchpulver bewirkt, dass die Badekugeln die Haut zusätzlich pflegen.

Letztlich ist hier alles erlaubt, was gefällt!

  1. Schritt: die Badekugeln formen

Nun muss die Masse nur noch in Form gebracht werden. Dafür können kleine Mengen genommen und mit den Händen zu Kugeln geformt werden. Wer es sich einfacher machen möchte, kann aber selbstverständlich auch zu Formen greifen. Ein paar Ideen haben wir oben genannt. Wichtig beim Formen der Badekugeln ist nur, dass die Masse gut zusammengedrückt wird, damit sie nicht auseinanderfällt.

Die fertigen Badekugeln müssen dann etwa zwei Tage lang trocknen. Wer nicht so lange warten möchte, kann die Kugeln auch für zwei Stunden bei 50 Grad in den Backofen geben. Nach dem Trocknen können die Badekugeln in einer Schachtel aufbewahrt oder als Geschenk in kleine Folientütchen verpackt werden. Und dann steht dem entspannenden Badevergnügen nichts mehr im Wege!

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