Die wichtigsten Infos und Tipps zur Fußreflexzonenmassage

Die wichtigsten Infos und Tipps zur Fußreflexzonenmassage 

Auch wenn es im ersten Moment vielleicht ein wenig verwunderlich scheint, so ist die Fußsohle doch eine Art Landkarte des Körpers. Anders als in Asien, wo die Fußreflexzonenmassage schon seit Jahrtausenden angewendet wird, ist sie in Deutschland erst vergleichsweise kurz bekannt.

Die überaus wohltuende Anwendung erfreut sich jedoch stetig wachsender Beliebtheit. Dabei gehört die Fußreflexzonenmassage, die auch Reflexzonentherapie genannt wird, zu den sogenannten reflexorischen Behandlungen.

Das bedeutet, auf bestimmte Punkte an der Fußsohle wird ein Druckreiz ausgeübt, um auf diese Weise eine Partie, die sich an einer anderen Körperstelle befindet, anzusprechen. Hintergrund für die Fußreflexzonenmassage ist die Annahme, dass sich alle Organe und Partien des Körpers in den sogenannten Reflexzonen auf den Fußsohlen widerspiegeln. Spezielle Grafiken zeigen dabei ähnlich wie Landkarten auf, welche Stelle des Fußes welchem Organ zugeordnet ist.

Traditionell handelt es sich bei der Fußreflexzonenmassage um eine medizinisch-therapeutische Maßnahme, die bei zahlreichen Krankheitsbildern und Schwächezuständen eingesetzt wird. Aber auch als reine Wellnessanwendung ist sie hervorragend geeignet.

Wie die Massage konkret abläuft und wo sie angeboten wird, erklärt die folgende Übersicht mit den wichtigsten Infos und Tipps zur Fußreflexzonenmassage:  

Wie hat sich die Fußreflexzonenmassage entwickelt?

In Asien wird das Wissen um die Reflexzonen des menschlichen Körpers schon seit Jahrtausenden genutzt und ist Bestandteil unterschiedlicher Massagetechniken und Heilmethoden. So nutzen beispielsweise die Akupressur und die Akupunktur, Shiatsu oder auch die traditionelle Thai-Massage das Wissen um die Reflexzonen.

Doch auch in Europa waren traditionelle Heilverfahren bekannt, die die Reflexzonen einbezogen. Als Vorreiterin der modernen Fußreflexzonenmassage in Deutschland gilt Hanne Marquardt. Nachdem sie die sogenannte Reflexology aus den USA kennengelernt hatte, entwickelte sie traditionelle Techniken und Handgriffe weiter und etablierte so die Fußreflexzonenmassage bereits Ende der 1950er-Jahren als therapeutische Maßnahme in der Naturheilkunde.

Die Fußreflexzonenmassage in ihrer heutigen Form ist somit aus einer Verschmelzung von verschiedenen Massagetechniken und traditionellen Heilverfahren entstanden. Über all die Jahre ist die Zuordnung der Organe und Körperpartien aber unverändert geblieben. So orientieren sich die Reflexzonen der jeweiligen Organe und Körperpartien an ihrer Anordnung im Körper. Organe, die sich in der rechten Körperhälfte befinden, spiegeln sich in einer Reflexzone auf dem rechten Fuß wider, Organe der linken Körperhälfte haben ihre Reflexzonen auf dem linken Fuß.

Daneben gibt es Organe und Körperpartien, die mittig verlaufen oder in beiden Körperhälften zu finden sind. Ihnen werden Reflexzonen auf beiden Füßen zugeordnet. Viele Experten sind übrigens der Ansicht, dass die Menschen früher ihre Reflexzonen unbewusst ganz automatisch massierten.

Bevor Schuhe erfunden wurden, wurden nämlich beim Barfusslaufen über unterschiedliches Gelände automatisch Druckreize auf die Füße ausgeübt.  

Wie wird die Fußreflexzonenmassage durchgeführt?

Die Fußreflexzonenmassage kann sowohl als medizinisch-therapeutische Maßnahme als auch als reine Wellnessanwendung durchgeführt werden. Als medizinisch-therapeutische Maßnahme wird die Massage gezielt auf die vorliegenden Beschwerden abgestimmt, als wohltuende Wellnessanwendung werden alle Reflexzonen gleichermaßen behandelt.

Zu den Krankheitsbildern und Symptomen, bei denen eine Fußreflexzonenmassage empfohlen wird und eine lindernde Wirkung haben kann, gehören unter anderem Kopfschmerzen und chronische Schmerzzustände, Atemwegserkrankungen, Beschwerden während der Menstruation und in den Wechseljahren, Erkrankungen der inneren Organe sowie Stress.

Der Ablauf einer Fußreflexzonenmassage gestaltet sich jedoch immer ähnlich. Nachdem sich der Behandelte bequem auf einen speziellen Massagestuhl gelegt hat, werden seine Fußsohlen zunächst kurz gereinigt. Anschließend beginnt die eigentliche Massage, bei der Druck auf die Reflexzonen ausgeübt, die Fußsohlen durch Ziehen und Kneten bearbeitet und die Füße sanft geschüttelt und gedehnt werden. Der Therapeut kann so ganz gezielt bestimmte Zonen und Punkte stimulieren, indem er sie aktiviert oder beruhigt und damit für einen Ausgleich sorgt.

Dabei versteht sich die Fußreflexzonenmassage als ganzheitliche Anwendung, die Körper, Seele und Geist in ein harmonisches Gleichgewicht bringen soll. Daneben wird der Fußreflexzonenmassage eine entschlackende und entgiftende Wirkung nachgesagt, denn die traditionelle Heilkunst geht davon aus, dass die Stimulation der Reflexzonen auch die Ausschüttung von Schlacken und Giftstoffen deutlich ankurbelt.

Aus diesem Grund sollte nach einer Behandlung viel getrunken werden, bei vielen Angeboten gehört das Trinken von Kräuter- oder Grünem Tee aber ohnehin zum Massageprogramm dazu. Üblicherweise dauert eine Fußreflexzonenmassage zwischen einer halben und einer Stunde. Viele, die das erste Mal eine Fußreflexzonenmassage erleben, sind erstaunt darüber, wie wohltuend und wirksam eine solche Behandlung ist.

Als Unterstützung bei chronischen Beschwerden muss die Anwendung jedoch regelmäßig wiederholt werden. Zudem gilt, dass die Fußreflexzonenmassage zwar durchaus schmerzlindernd wirken und eine Heilung positiv beeinflussen kann, den Gang zum Arzt oder Heilpraktiker kann und darf sie jedoch auf keinen Fall ersetzen.

Wo wird die Fußreflexzonenmassage angeboten?

Fußreflexzonenmassagen werden sowohl in Thermen, Thermalbädern, Kosmetikinstituten, Spas und Wellness-Einrichtungen als auch in Kurklinken, Naturheilkundepraxen und physiotherapeutischen Praxen angeboten. Wichtig bei der Auswahl eines Therapeuten ist aber, darauf zu achten, dass dieser über eine entsprechende Ausbildung verfügt und weiß, wie er welche Reflexzonen stimulieren muss, um die gewünschte Wirkung auf den Körper zu erzielen.

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