Heilsteine als Wellnesstrend

Heilsteine als Wellnesstrend – aber was bringen sie wirklich? 

Heilsteine sind keine neue Erfindung, sondern werden schon seit der Antike zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Im Zuge des Wellness-Booms in den vergangenen Jahren wurden Heilsteine nun aber wieder neu entdeckt und in zahlreiche Anwendungen eingebunden.

So gibt es beispielsweise die Edelsteintherapie, Massagen mit Heilsteinen oder auch Trinkkuren. 

Daneben kommen Heilsteine als Glücksbringer zum Einsatz oder werden in diversen Räumen aufgestellt, um dort auf dekorative Art und Weise ihre heilsame Wirkung zu entfalten.

Aber was bringen sie wirklich? Heilsteine als Wellnesstrend –
hier die wichtigsten Fragen und Antworten in der Übersicht:

Was sind Heilsteine überhaupt?

Als Heilsteine werden Minerale bezeichnet, die eine heilende Wirkung bei Krankheiten haben, Beschwerden lindern oder das Wohlbefinden im Allgemeinen verbessern sollen. Dabei wird Heilsteinen nachgesagt, dass sie Energiefelder neutralisieren und ausgleichen können. Die Kombination aus elektrischer Spannung und den Farben der Steine soll zu gesundheitsfördernden Impulsen führen.

Die Verwendung von Steinen zu medizinisch-therapeutischen Zwecken reicht bis in die Antike zurück. So wurden beispielsweise im alten Ägypten Chrysoprasssteine, Jade und Smaragde bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen eingesetzt. Erste schriftliche Aufzeichnungen zur Edelsteintherapie stammen von Aristoteles. Auch im Mittelalter wurde die heilsame Wirkung von Steinen beschrieben, allerdings wird hier eher von besonderen Dolmen oder Steindenkmälern berichtet, die Kranke vergleichbar mit Pilgerstätten aufsuchten.

Eine berühmte Vertreterin der Edelsteintherapie ist Hildegard von Bingen. Sie arbeitete in erster Linie mit zwölf Edelsteinen, die sie als die Zwölf Grundsteine Gottes bezeichnete, und empfahl, viel natürliches Wasser bei der Anwendung von Heilsteinen zu trinken, um so deren Wirkung noch zu verstärken.

Mit dem Aufkommen der New-Age-Welle kam der Glaube an die heilsame Wirkung von Edel- und Schmucksteinen schließlich auch in der Moderne an.  

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es?

Heilsteine werden heute sehr vielseitig eingesetzt. Ein Beispiel ist die Edelsteintherapie, die auch Lithotherapie genannt wird und unter anderem bei Schmerzen, Verspannungen, Schlafstörungen, innerer Unruhe und seelischen Problemen zur Anwendung kommt. Bevor die Behandlung beginnt, werden die passenden Steine für den Patienten und dessen Beschwerden ausgewählt.

Als Steine kommen beispielsweise Achat, Amethyst, Aquamarin, Bergkristall, Jaspis, Lapislazuli, Opal, Rosenquarz, Rubin oder Zeolith zum Einsatz, wobei jedem Stein eine andere Wirkung nachgesagt wird. Aus diesem Grund werden im Zuge der Therapie häufig mehrere Steine miteinander kombiniert. Die jeweiligen Steine werden anschließend auf bestimmte Körperstellen gelegt, während der Patient flach und entspannt in einem angenehm warmen Raum auf einer Liege oder dem Boden liegt.

Unterstützend ist im Hintergrund oft leise, sanfte Entspannungsmusik zu hören. Daneben werden Heilsteine bei verschiedenen Massagen verwendet. Bei den Massageanwendungen spielt aber nicht nur die energetische Wirkung der Steine eine Rolle, sondern auch ihre Form. So werden beispielsweise Trommel- und Kantsteine oder unregelmäßig geformte Steine mit Spitzen und Kanten gezielt als Werkzeug für die Umsetzung der jeweiligen Massagetechnik eingesetzt.

Um die heilsame Wirkung beizubehalten und auch zur Verbeugung werden kleinere Heilsteine außerdem am Körper getragen, etwa als Anhänger an einer Halskette oder einem Armband oder einfach nur in der Hosentasche. Soll ein bestimmtes Organ gezielt unterstützt werden, kann der Heilstein aber auch direkt auf die Körperstelle gelegt und mit einem Pflaster fixiert werden. Bei Schlafstörungen wiederum werden die Heilsteine auf dem Nachttisch positioniert.

Für innerliche Anwendungen gibt es die sogenannten Edelstein-Elixiere. Hierfür wird abgestimmt auf die körperlichen oder seelischen Beschwerden ein passender Stein ausgewählt und eine Nacht lang in ein Glas Wasser gelegt. Dieses Wasser, in dem die Heilkräfte des Steins gelöst sein sollen, wird dann über den Tag verteilt getrunken.  

Wie werden Heilsteine gepflegt?

Damit Heilsteine ihre heilsame Wirkung entfalten können, müssen sie richtig gepflegt werden, wobei das Pflegeprogramm aus drei Schritten besteht. Der erste Schritt ist das Entladen der Steine nach ihrer Verwendung, was üblicherweise erfolgt, indem die Steine unter fließendem kalten Wasser gründlich gereinigt werden.

Im zweiten Schritt geht es darum, die sogenannte Informationsebene der Steine zu säubern. Damit ist gemeint, dass die menschlichen Einflüsse, die die Steine während der Anwendung aufgenommen haben, wieder entfernt werden sollen. Hierfür werden die Steine meist eine Nacht lang in einer dunklen Amethystdruse aufbewahrt.

Der dritte und letzte Schritt beinhaltet dann das erneute Aufladen der Steine. Dies erfolgt, je nach Stein, entweder im Sonnen- oder im Mondlicht. Damit die Steine möglichst viel gute Energie aufnehmen können, werden sie teilweise während des Aufladens auf eine Gruppe aus Bergkristallen gelegt.   

Was bringen Heilsteine wirklich?

Minerale sind zweifelsohne faszinierend und schön anzusehen. Unbestritten ist zudem, dass Minerale bestimmte Eigenschaften haben, die sich der Mensch zunutze machen kann. Wissenschaftliche Nachweise dafür, dass Steine eine heilende Wirkung haben, gibt es jedoch nicht.

Die Farben der Steine können sich zwar durchaus positiv auswirken, ähnliche Effekte lassen sich nachweislich ja auch mit der Farbtherapie erzielen.

Hinzu kommt sicherlich auch der Placebo-Effekt, der das subjektive Wohlbefinden steigern und die Selbstheilungskräfte fördern kann. Liegt eine Erkrankung vor, können Heilsteine aber weder den Besuch beim Arzt ersetzen noch sind sie als alleinige Therapiemaßnahme geeignet.

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aber was bringen sie wirklich?

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