Entspannung im Hamam

Die Entspannung im türkischen Bad Hamam

Neben Becken, Saunalandschaften, römisch-irischen Bädern oder Solebädern bieten zahlreiche Thermalbäder Entspannung in einem Hamam, auch als Türkisches Bad oder Orientalisches Dampfbad bekannt. 

Das türkische Bad kennzeichnet sich durch einen Raum, in dessen Mitte sich der Nabelstein, eine meist runde Liegefläche, befindet und an dessen Wänden Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser angebracht sind. Die Temperatur in diesem Raum beträgt zwischen 45 und 70 Grad, die Luftfeuchtigkeit liegt bei etwa 90%. Der Besucher beginnt das Bad, indem er sich an eines der Waschbecken setzt und sich über den Kopf mit Wasser übergießt. Anschließend entspannt er sich sitzend oder liegend auf dem beheizten Nabelstein, wobei sich die Poren öffnen und die Muskeln lockern.

Das spezielle Tuch, das sog. Pestemal, das der Besucher während seines gesamten Bades trägt, sorgt dafür, dass der Körper weder unterkühlt noch überhitzt. Es folgen immer wieder Güsse und Waschungen, entweder selbst oder durch einen Masseur. Nach dem Waschen folgt in der Regel eine Hautreinigung mit Seife. Oft sind zudem Massagen und Peelings Bestandteil eines Hamam-Besuches. Dazu wird die Haut mit einem rauen Handschuh aus Wildseide oder Ziegenhaar, einer so genannten Kese, gereinigt. Den Abschluss bildet eine Ruhe- und Entspannungsphase in einem kühleren Raum.

Durchblutung der Haut im Hamam

Der Besuch eines Hamam steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern regt die Durchblutung der Haut an, verzögert die Hautalterung und kann Verspannungen entgegen wirken. In der islamischen Kultur spielt diese Form des Dampfbades, die ihre Wurzeln im irisch-römischen Dampfbad hat, eine wichtige Rolle. Um beiden Geschlechtern die Möglichkeit der Nutzung einzuräumen, sind in öffentlichen Hamas entweder getrennte Räume vorhanden oder es werden unterschiedliche Nutzungszeiten für Frauen und Männer festgelegt. Allerdings dient ein Besuch im Hamam nicht nur der Reinigung, dem Schwitzen und der Entspannung, sondern auch der Schönheitspflege. Während die Männer die warme und ruhige Atmosphäre zur Rasur nutzen, entfernen die Frauen ihre Haare im Achsel- und Schambereich oder nutzen den Besuch zum Färben Ihrer Haare.

Hier mal ein Ausschnitt eines Werbevideos der Türkei und ihrer Badekultur:

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Thema: Das türkische Bad: Hamam

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