Öle in Therapie-Anwendungen

Übersicht zu Ölen in Therapie-Anwendungen 

Die Haut ist das größte Organ im menschlichen Körper und gleichzeitig das Organ, das Reizen und Einflüssen von außen am stärksten ausgesetzt ist. Aber die Haut ist auch ein Spiegel von inneren Einflüssen und Krankheiten, beispielsweise in Form von roten Flecken bei Stress und Hektik, von Ausschlägen bei Allergien oder von blasser Tönung bei Kreislaufproblemen.

Insofern benötigt die Haut besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege.

Bei den unterschiedlichen Therapie-Anwendungen in Thermalbädern und Wellnesseinrichtungen werden die Hautpflege und das Wohlfühlerlebnis durch entsprechende Öle unterstützt.

Dabei kommen vielfältige Pflanzenöle zum Einsatz, bei denen es jedoch zwischen fetten und ätherischen Ölen zu unterscheiden gilt. Hier eine Übersicht zu den häufig verwendeten Ölen bei Therapie-Anwendungen.    

Fette Öle

Die Fettsäurestrukturen von fetten Ölen und der Haut sind sich sehr ähnlich. Dies führt dazu, dass fette Öle über die Haut aufgenommen werden können und lokal wirken. Dabei gleichen fette Pflanzenöle den Feuchtigkeitsverlust der Haut aus, wodurch die Haut zart und geschmeidig wird.

Um echte und wertvolle fette Pflanzenöle zu gewinnen, werden meist die Samen der jeweiligen Pflanzen ausgepresst.

In der industriellen Fertigung gibt es jedoch auch Mineralöle wie Paraffin- oder Silikonöle, die im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Erdöl anfallen.

Diese Öle haben nur bedingt eine pflegende Wirkung, denn sie dringen nicht in die Haut ein, sondern legen sich lediglich auf die Hautoberfläche. Wichtig ist daher, auf eine gute Qualität und tatsächlich echte Pflanzenöle zu achten.

•       

Olivenöl wird bei trockener, rauer und rissiger Haut verwendet. Der Olivenbaum gehört zu den ältesten Kulturpflanzen im Mittelmeerraum und das Olivenöl wird aus dem Fruchtfleisch von reifen Oliven gewonnen.

•       

Mandelöl wird aus Mandelkernen gewonnen, die kalt gepresst werden. Angewendet wird Mandelöl bei rauer und rissiger Haut sowie bei Hautirritationen. Mandelöl zieht recht schnell ein und ist für nahezu alle Hauttypen geeignet.

•       

Quittenöl riecht fruchtig-frisch und reguliert die Feuchtigkeit der Haut. Die große Beliebtheit verdankt das Quittenöl seiner besonderen Hautverträglichkeit.

•       

Wildrosenöl wird aus den Samen von reifen, wild wachsenden Hagebutten gewonnen. Wildrosenöl lässt sich gut auf der Haut verteilen und zieht schnell ein. Es regeneriert und schützt die Haut vor freien Radikalen.

•       

Nachtkerzenöl regeneriert und beruhigt die Haut. Daher wird Nachtkerzenöl vor allem bei extrem trockener und schuppiger Haut sowie auch bei Hautirritationen und Neurodermitis verwendet. Nachtkerzenöl wird aus den kaltgepressten Samen gewonnen und enthält einen hohen Anteil an Gamma-Linolensäure, einer dreifach ungesättigten Fettsäure.  

Ätherische Öle

Im Unterschied zu fetten Ölen handelt es sich bei ätherischen Ölen um Duftöle. Ihre Wirkung entsteht durch die Aromen, die sie verströmen, wobei diese Wirkung beruhigend und entspannend bis hin zu belebend sein kann.

In unverdünnter Form sollten Duftöle jedoch nicht auf die Haut aufgetragen werden, da sie diese reizen und irritieren könnten.

•       

Lavendelöl gehört zu den beliebtesten und bekanntesten Duftölen. Angebaut wird Lavendel überwiegend in der Provence, wild wachsender Lavendel findet sich jedoch im gesamten Mittelmeerraum. Lavendelöl wirkt entspannend und ausgleichend, sowohl bei Stress und Unruhe als auch nach körperlicher Anstrengung.

•       

Orangenöl wird aus Orangenschalen gewonnen, riecht angenehm frisch, süßlich, fruchtig und wirkt dezent belebend.

•       

Eukalyptusöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern des Eukalyptusbaumes gewonnen. Das Öl nimmt positiven Einfluss auf die Atemwege, der Duft des Öls wirkt belebend, anregend und erfrischend.

•       

Rosmarinöl wird aus den Blättern des immergrünen Strauches gewonnen, die vor der Blüte geerntet und schnell, aber schonend getrocknet werden. Der frische Duft von Rosmarinöl belebt den gesamten Körper, gibt neue Energie und regt den Kreislauf an.

Zypressenöl hat eine lange Geschichte, denn die Zypresse war bei vielen antiken Völkern heilig und gilt vor allem bei Christen als Baum des Lebens. Zypressenöl riecht würzig, wirkt ausgleichend und fördert die Konzentration.

Mehr Tipps, Anleitungen und Ratgeber:

Thema: Übersicht zu Ölen in Therapie-Anwendungen 

Teilen:

Kommentar verfassen