Gesundheitstipps für den Herbst

Gesundheitstipps für den Herbst 

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, Wind, Nebel und Regen ziehen auf und das Laub verfärbt sich bunt – langsam aber sicher macht der Herbst sich breit. Mit dem Herbst beginnt dann auch die Zeit der Erkältungen, der grippalen Infekte, von Schnupfen und Grippe. Unzählige Bakterien und Viren schwirren aus und machen sich auf die Suche nach neuen Opfern.

Je schwächer das Immunsystem ist, desto leichteres Spiel haben die Krankheitserreger. Gerade im Herbst ist es deshalb wichtig, die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Je besser der Körper in Form ist, desto geringer ist die Gefahr, dass Schnupfen und Grippe zuschlagen, dass eine Erkältung die nächste jagt oder dass sich der berühmt-berüchtigte Herbstblues breitmacht. Aber wie kann das Immunsystem gestärkt werden?

Hier die wichtigsten Gesundheitstipps
für den Herbst in der Übersicht:
 

Frische Luft und Bewegung

Mit dem Herbst beginnt die Zeit, in der sich die Menschen überwiegend drinnen aufhalten. Oft bleiben auch die Fenster geschlossen, denn durch das nass-kalte Wetter ist es ungemütlich und die Heizperiode beginnt. In der abgestandenen Luft in einem Raum tummeln sich jedoch auch zahlreiche Krankheitserreger und vor allem wenn mehrere Leute in dem Raum ein- und ausgehen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Schnupfen oder eine Erkältung die Runde machen.

Gerade im Herbst ist es deshalb wichtig, möglichst oft an die frische Luft zu gehen. Frische Luft enthält deutlich mehr Sauerstoff als die Luft in einem geschlossenen Raum und stärkt so das Immunsystem. Zudem bringt frische Luft den Kreislauf in Schwung.

Ausgiebige Spaziergänge haben aber noch einen anderen positiven Effekt. Schöne, ruhige und entspannende Momente wirken Stress entgegen, der dem Immunsystem ebenfalls sehr zu schaffen macht. Bei einem Spaziergang durch herbstliche Landschaften mit ihren bunt gefärbten Blättern und begleitet von den letzten warmen Sonnenstrahlen, kann die Seele Kraft tanken. Neben frischer Luft und schönen Momenten ist aber auch Bewegung ein wichtiger Tipp, um das Immunsystem zu stärken. Bewegung kurbelt die Durchblutung an und baut Stress ab.

Allerdings muss und sollte es mit dem Sport auch nicht übertrieben werden. Kommt der Körper regelmäßig an seine Grenzen, verbraucht er zu viel von den Kraftreserven und dies wiederum schwächt das Immunsystem eher. Nach Ansicht von Experten profitiert das Immunsystem am meisten, wenn die Herzfrequenz täglich eine halbe Stunde lang auf 180 minus das eigene Alter gebracht wird. Im Grunde reicht es aber schon völlig aus, sich regelmäßig zu bewegen, am besten an der frischen Luft. 

Gesunde Ernährung und genug Trinken

Eine ausgewogene Ernährung ist das beste Mittel, um fit und gesund zu bleiben. Natürlich sind dabei auch die sogenannten Sünden, also beispielsweise Fastfood, Süßigkeiten oder einmal ein Glas Wein, hin und wieder erlaubt. Schließlich soll das Essen ja auch Spaß machen. Wer auf ein ausgewogenes Maß achtet und regelmäßig gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte auf dem Speiseplan hat, macht alles richtig.

Eine große Bedeutung haben Vitamine und hier im Herbst und Winter vor allem Vitamin C. Wer sich ausgewogen ernährt, nimmt über die Nahrung aber normalerweise die Menge an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Elementen auf, die sein Körper benötigt.

Sofern keine krankheitsbedingten Mangelerscheinungen vorliegen, ist es also nicht notwendig, zu irgendwelchen Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Vitamine und andere Inhaltsstoffe, die zu viel sind, scheidet der Körper ohnehin ungenutzt wieder aus. Ratsam ist es jedoch, regelmäßig ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Bananen, Knoblauch oder Zwiebeln zu essen.

Sie tragen nämlich zu einem gesunden Darm bei, was deshalb wichtig ist, weil im Darm viele Abwehrzellen angesiedelt sind.

Die Schleimhäute im menschlichen Körper sind eine Art natürliche Barriere, die das Eindringen von Krankheitserregern verhindert. Die trockene Heizungsluft in den Räumen führt jedoch dazu, dass die Schleimhäute zunehmend trockener werden, was Eindringlingen den Weg erleichtert.

Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Einige Experten raten, dass ein Erwachsener über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen sollte. Andere Experten empfehlen als tägliche Flüssigkeitszufuhr 30ml pro Kilo Körpergewicht.   

Ausreichend Schlaf und Ruhepausen zwischendurch

Wer körperlich oder seelisch angeschlagen ist, fühlt sich meist müde, schlapp und kraftlos. Dies ist auch kein Wunder, denn genauso wie Essen und Trinken gehört auch das Schlafen zu den Grundbedürfnissen des Körpers. Während er im Schlafmodus ist, kommt der Körper zur Ruhe, verarbeitet den vergangenen Tag und füllt die Kraftreserven für den kommenden Tag auf.

Bekommt der Körper den Schlaf, den er benötigt, nicht, wird er anfälliger für Krankheiten. Neben dem nächtlichen Schlaf stärken aber auch Ruhepausen zwischendurch Körper und Seele.

Sich eingekuschelt in eine Decke und mit einer Tasse Tee und einem Buch ausgestattet eine Auszeit auf dem Sofa zu gönnen, sich in einem herrlich warmen, angenehm duftenden Vollbad in der Badewanne zu entspannen oder bei einem Kaffee und Kerzenschein zuzuhören, wie der Herbstregen leise an die Fensterscheiben prasselt, sind nur ein paar Möglichkeiten, um dem hektischen Alltag zu entfliehen und Körper sowie Seele etwas Gutes zu tun.  

Sauna, Wechselduschen und Licht

Das Wechselspiel aus Hitze und Kälte ist ein ideales Training für den Kreislauf und das Immunsystem. Wenn sich der Körper erhitzt, dehnen sich sämtliche Blutgefäße aus. Dies hat zur Folge, dass das Herz die Immunzellen zu den Stellen im Körper pumpt, an denen sie benötigt werden.

Wenn sich der Körper anschließend abkühlt, ziehen sich auch die Blutgefäße wieder zusammen. Je öfter dieser Wechsel aus Hitze und Kälte erfolgt, desto größer ist der Trainingseffekt und desto effektiver kann das Immunsystem arbeiten. In Vorbereitung auf die nahende kalte Jahreszeit ist der Herbst also ideal für Saunagänge, Kneippkuren, Wechselduschen und Besuche von Thermen und Thermalbädern.

Letztere haben oft auch Lichttherapien im Programm, die ebenfalls ein sehr hilfreiches Mittel im Herbst sind. Grundsätzlich hebt Licht die Stimmung und eine gute Stimmung wiederum kräftigt das Immunsystem. Im Herbst werden die Tage aber nicht nur immer kürzer, sondern auch zunehmend trüb. Um nicht in den Herbstblues zu verfallen, sollte der Körper deshalb möglichst viel Licht tanken. Ist dies draußen, in Form von natürlichem Tageslicht nicht möglich, können spezielle Lampen, die bei der Lichttherapie zum Einsatz kommen, abhelfen.

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