Infos und Checkliste rund ums Solarium

Infos und Checkliste rund ums Solarium

 

In vielen Thermen und Thermalbädern gehören Sonnenbänke zum Standardprogramm und auch in herkömmlichen Schwimmbädern, in Fitnessstudios, in Sonnenstudios sowie in anderen Beauty- und Wellness-Einrichtungen sind Sonnenbänke zu finden.

Dabei gibt es unterschiedliche Gründe für einen Besuch des Solariums. So genießen die einen die künstlichen Strahlen, die die Sonne imitieren, auf der Haut, während sich andere einen leicht gebräunten Teint erhoffen oder die Bräune aus dem Urlaub so lange wie möglich aufrechterhalten möchten.

Nun sind Solarien aber keineswegs so ungefährlich wie oft angenommen und die Strahlung ist auch nicht harmloser als die Strahlung der Sonne. Da das Hautkrebsrisiko deutlich steigt, wenn Personen in ihrer Jugend Sonnenbänke nutzen, hat der Gesetzgeber sogar ein Solarienverbot für Jugendliche ausgesprochen.

Lassen es Betreiber zu, dass sich unter 18-jährige auf ihren Sonnenbänken bräunen, müssen sie mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro rechnen. Aber auch für Erwachsene sind Solarienbesuche nicht ungefährlich. Eine der Gefahren bei regelmäßigen Solarienbesuchen besteht in chronischen Hautschäden. Sonnenlicht enthält UV-A- und UV-B-Strahlen, die in Sonnenbänken unterschiedlich kombiniert werden. UV-B-Strahlen sind energiereicher und die Strahlen, die einen Sonnenbrand verursachen können.

Werden diese Strahlen herausgefiltert, ist der Körper nur den UV-A-Strahlen ausgesetzt. Ein Sonnenbrand droht dann zwar nicht, allerdings dringt die UV-A-Strahlung tiefer in das Hautgewebe ein, was zu einer vorzeitigen Hautalterung, Bindegewebsschwächen und anderen chronischen Hautschäden führen kann. Solche Sonnenbänke eignen sich auch nicht, um die Haut vorzubräunen und auf den bevorstehenden Urlaub vorzubereiten.

Dies liegt daran, dass sich durch die UV-A-Strahlung keine verdickten Hornhautschichten bilden, die die Haut vor einem Sonnenbrand schützen würden. Werden in dem Solarium UV-A- und UV-B-Strahlen in Kombination eingesetzt, steigt wiederum die Gefahr, sich in der Sonnenbank einen Sonnenbrand zu holen. Wer dennoch nicht auf das künstliche Sonnenbad verzichten möchte, sollte daher unbedingt einige Grundregeln beachten.

Hier die wichtigsten Infos dazu sowie eine Checkliste rund ums Solarium:  

Die wichtigsten Infos zum Besuch einer Sonnenbank bzw. Solarium

Wer auf die Sonnenbank möchte, sollte seiner Gesundheit zuliebe auf Münz- und Selbstbedienungsstudios verzichten. Stattdessen sollte er darauf achten, dass das jeweilige Solarium das Gütesiegel des Bundesamtes für Strahlenschutz erhalten hat. Dieses Zertifikat wird ausschließlich an solche Solarien verliehen, die sich durch Gesundheitsbewusststein und Kompetenz auszeichnen.

So müssen in den Solarien geschulte Mitarbeiter tätig sein, die Kunden ausführlich und vor allem richtig beraten können. Zudem müssen die Geräte bestimmten Qualitäts- und Sicherheitsstandards entsprechen, regelmäßig gewartet werden und auch im Hinblick auf die Hygiene überzeugen. Nach Empfehlung von Hautärzten und Strahlenexperten sollte die Anzahl an Sonnenbädern pro Jahr maximal bei 50 liegen. Diese 50 Sonnenbäder beziehen sich aber nicht nur auf Solarienbesuche, sondern beinhalten auch die Sonnenbäder in der Natur.

Personen mit heller und empfindlicher Haut, Sommersprossen und auffälligen oder vielen Muttermalen wird von Solarienbesuchen generell abgeraten. Gleiches gilt für Personen, die zu Sonnenbränden neigen, bei denen ein erhöhtes Hautkrebsrisiko vorliegt oder die bestimmte Medikamente einnehmen. Hier sollte vorab Rücksprache mit dem behandelten Arzt gehalten werden.

Manch einer wird sich nun aber vielleicht fragen, weshalb Hautärzte einerseits von Solarienbesuchen abraten und andererseits in ihren Praxen selbst mit Sonnenbänken arbeiten. Die Begründung hierfür liegt darin, dass Hautärzte Solarien nicht aus kosmetischen Gründen einsetzen und dem Patienten zu gebräunter Haut verhelfen möchten.

Stattdessen geht es bei der Bestrahlung darum, Krankheiten vorzubeugen oder Beschwerden bei Erkrankungen wie beispielsweise Neurodermitis oder Schuppenflechte zu lindern. Dabei dauert eine Bestrahlung beim Hautarzt meist nur Sekunden oder wenige Minuten und die Dosis ist auf den jeweiligen Patienten abgestimmt.  

Checkliste rund ums Solarium

Wer ein Solarium besuchen möchte, kann dessen Qualität anhand einiger wesentlicher Faktoren überprüfen.

Hierzu gehören folgende:

1.       Das Sonnenstudio ist mit dem Gütesiegel des Bundesamtes für Strahlenschutz ausgezeichnet.

2.       Die Mitarbeiter achten darauf, dass keine Minderjährigen und keine Besucher mit Hauttyp I die Sonnenbänke nutzen.

Zudem hat der Mitarbeiter, der das Beratungsgespräch führt,

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sich erkundigt, wie lange das letzte Sonnenbad zurückliegt.

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gefragt, ob auffällige Muttermale oder Leberflecken in großer Anzahl, Hautkrankheiten oder Risikofaktoren für Hautkrebs vorliegen.

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nach Medikamenten gefragt, die regelmäßig eingenommen werden.

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eine Bestimmung des Hauttyps vorgenommen und die individuelle Besonnungszeit errechnet.

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unaufgefordert eine Schutzbrille übergeben und darauf hingewiesen, dass diese unbedingt getragen werden muss.

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erklärt, dass sämtliche Kosmetika und Parfüms entfernt werden müssen und während des Sonnenbades keine Sonnenschutzmittel verwendet werden dürfen.

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über die Wirkungen der UV-Strahlung informiert und die möglichen Gesundheitsgefahren erläutert.

3.       Das Bräunungsgerät gehört zu den Geräten der neuen Generation und ist mit dem Hinweis gekennzeichnet, dass eine Bestrahlungsstärke von 0,3 W/m² nicht überschritten wird. Zudem sollte das Gerät über eine Notabschaltung verfügen und den Hinweis tragen, dass UV-Strahlung die Haut und die Augen schädigen kann.

4.       Die Kabine macht einen sauberen und ordentlichen Eindruck und das Bräunungsgerät wurde vom Personal sorgfältig gereinigt und desinfiziert. In der Kabine ist eine Hinweistafel vorhanden, die über die maximalen Bestrahlungszeiten für die Hauttypen II bis IV informiert. Außerdem sollten auch in der Kabine Hinweise zu gesundheitlichen Risiken durch UV-Strahlung zu finden sein.

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